Climate Change vom Standpunkt eines Tauchers

Zu Zeiten von verheerenden Hurrikans wie Harvey und Irma, zerstörerischen Buschfeuern im Nordwesten der USA und einem Präsident einer Weltmacht, der den Klimawandel immer noch als Aberglaube bezeichnet, ist es wichtiger denn je das Bewusstsein bezüglich des Klimawandels auf wissenschaftlichen Fakten zu basieren und zu reflektieren, welche Optionen jeder Einzelne von uns hat um unser einzigartiges und dennoch akut gefährdetes Ökosystem zu unterstützen. Als Taucher, egal ob du gerade deine erste Zertifizierung erhalten hast oder du ein „Pro aus Leidenschaft” bist, solltest du als Botschafter und Repräsentant unserer Ozeane fungieren.

Eine der wichtigsten Informationen, sowohl für Taucher als auch für Nicht-Taucher, ist, dass der Tauchsport nicht umweltbelastender ist als jede andere Outdooraktivität die im Freien praktiziert wird, wie Wandern, Skifahren, Bergsteigen. Tauchen könnte sogar eine umweltschonendere Sportart sein als die eben erwähnten – vom ersten Tauchgang an sind Tauchlehrer verpflichtet Richtlinien und Techniken zu unterrichten, die adäquaten Umgang mit der Unterwasserwelt und ihren Bewohnern fördern, während es keine Vorschrift gibt, die festlegt, in welchem Rahmen Skischüler oder Bergsteiger über ihren Impakt auf die Natur aufgeklärt werden sollen.

Sauerstoffmangel in den Ozeanen und Korallenbleiche

“Ocean deoxygenation” beschreibt den Mangel von Sauerstoff im Meer. Während Studien aus dem letzten Jahrhundert lediglich zeigen, dass das Sauerstoffniveau aufgrund der Wasseroberflächenerwärmung kontinuierlich abnahm, besteht für das 21. Jahrhundert die Prognose eines weiteren Verlustes von 3-6% der Sauerstoffkonzentrationen. Physiologisch kann warmes Wasser nicht so viel Sauerstoff aufnehmen wie kaltes Wasser, was, im Rahmen von andauernd steigenden Oberflächentemperaturen aufgrund von Klimaveränderungen zu einer direkten Sauerstoffverminderung führt. Aber Hand in Hand mit dem Anstieg der Oberflächentemperatur kommt auch eine veränderte Dichte des jetzt wärmeren Wassers hinzu. Das kalte Wasser aus tieferen Schichten des Ozeans hat eine erhöhte Wasserdichte im Vergleich zum Wasser an der Oberfläche, was dazu führt, dass sich diese nur erschwerter vermischen. Letztendlich bedeutet dies, dass wir uns nicht nur mit dem erhitzten Wasser an der Oberfläche, welches weniger O2 als zuvor fassen kann, konfrontiert sehen, sondern auch mit einer Malabsorption der verringerten Sauerstoffmenge aus der Oberflächenschicht.

Der üblicherweise als Korallenbleiche oder Korallensterben bekannte Prozess wird durch zunehmende Wassertemperaturen induziert. Die Kooperation zwischen Korallen und Algen ist von ausgesprochen besonderer und innovativer Natur. Die Korallen haben sehr hohe Lichtbedürftigkeit, welche auf der Symbiose mit den Algen basiert, die in den Zellen der Koralle leben und ihnen auch ihre satten Farben verleihen. Die von der Koralle durch Stoffwechselvorgänge erzeugten Abbauprodukte, dienen als Dünger für die Algen und im Gegenzug stellen diese einen Teil ihrer vegetativen Photosyntheseprodukte für die Ernährung der Korallen zur Verfügung. Einige Korallenunterarten sind auf diese zusätzliche Nahrungsquelle angewiesen, da  Plankton allein sie nicht ausreichend sättigen kann. Bestimmte Umstände, zum Beispiel hohe Wassertemperaturen, können Korallen dazu veranlassen, die Algen abzustoßen. Damit geht auch ein Farbverlust und teils Tod aufgrund von Hungersnot einher.

Wal- & Haifischerei – und ihre Auswirkungen auf unser Klima

Es ist kein Geheimnis, dass die Anzahl der großen, marinen Raubtiere, wie Haie es sind, ständig abnimmt. Aktuelle Studien von unterschiedlichen, maritimen Naturschutzorganisationen zeigen allerdings eine bisher unbekannte Konsequenz. Durch die Reduzierung von Raubfischen durch Fischerei und sog. “Shark-Finnig” nimmt die Anzahl der kleineren Fische und Zooplankton enorm zu, diese produzieren mehr CO2 und dezimieren einen elementaren Teil des Phytoplanktons, da dieses ihre Hauptnahrungsquelle ist. Phytoplankton, wie in mehreren Studien wissenschaftlich belegt wurde, ist heutzutage für die Produktion von circa 70% des Sauerstoffs der Erdatmosphäre zuständig.

Wale fördern das Wachstum von Phytoplankton auf eine ganz besondere Art und Weise – da die sanften Riesen regelmäßig zwischen Tiefen von bis zu einigen hundert Metern und der Meeresoberfläche verkehren, transportieren sie wichtige Mengen an Eisen und anderen Nährstoffen über Schichten von Wasser, die sich sonst nicht vermischen würden. Das Phytoplankton an der Oberfläche gedeiht aufgrund dieser ausgewogenen Ernährung hervorragend und verarbeitet deswegen mehr CO2.

Als Taucher stehen wir alle in der Pflicht ein beispielhaftes Verhalten an den Tag zu legen, sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche, wenn wir in irgendeiner Art und Weise mit der Umwelt oder ihren Bewohnern interagieren. Ein möglicher Weg dies zu tun ist sich in der lokalen Tauchindustrie zu engagieren und aktiv zu einem Tauchvergnügen mit möglichst geringem Schaden an der Unterwasserwelt beizutragen – z.B. durch die Installation von Bojen, sodass Boote nicht den Anker auswerfen müssen.

Für diejenigen, die den zusätzlichen Schritt in Richtung einer Kohlendioxidsteuer, die gerade bei entlegenen Tauchdestinationen wichtig sein kann, gibt es unter https://www.atmosfair.de nützliche Tipps und Informationen. Auch https://www.carbontax.org/whats-a-carbon-tax/ ist eine sehr informative Website bezüglich CO2-Emissionen, allerdings mit Schwerpunkt USA.

Während Nordamerika anfängt, den Schaden zu beurteilen, den Irma auf ihrem schrecklichen Weg über die Karibischen Inseln und Florida verursacht hat, halte ich den Atem an und bete für einen Moment für die endlosen Unterwasserlandschaften und seine Bewohner, die diesen mächtigen Sturm ohne jeglichen Schutz überstehen mussten. Hoffentlich sind diese kostbaren marinen Heiligtümer noch in der Lage, sich zu regenerieren und leiden nicht zu schwer unter dem Schaden, den sie definitiv erlitten haben.

-Nina Berti Sep 2017

 

Sources

Keeling at al. 2010

IPCC 5th Assessment Report

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/lebensraum-meer/02888.html

http://www.nationalgeographic.org/activity/save-the-plankton-breathe-freely/

https://www.sharks.org/blogs/science-blog/sharks-in-decline

https://theconversation.com/how-overfishing-and-shark-finning-could-increase-the-pace-of-climate-change-67664

Photos: The Ocean Agency

Mein Divemaster-Training (DMT) beim PDC

Vier Monate harter Arbeit und viel Spaß gehen zu Ende. Mein Divemaster-Praktikum im Panama Dive Center (PDC) endete schließlich und ich werde bald zertifizierter Divemaster, ein neues Pro-Mitglied! Die Erleuchtung geht nicht so weit, eine weiße, helle Aura um mich herum zu haben, aber es fühlt sich wirklich großartig an. Ja, ich habe es geschafft! Vier Monate lang lernen, schwimmen, tauchen, mit Kunden umgehen, Tanks füllen, Boote aufladen, Ausrüstung reparieren, Workshops, praktische Fähigkeiten und vieles mehr – all dies im Rhythmus des Divemaster-Songs – despacito, suave suavecito, pasito a pasito ! Ich kam als kürzlich zertifizierter Advanced Open Water Taucher mit knapp 30 Tauchgängen an, noch immer etwas unsicher, wie man seine  Ausrüstung aufbaut und werde nun als Divemaster mit 115 Tauchgängen gehen; bereit, eine Gruppe zu führen, bei Kursen zu helfen, Ausrüstung zu reparieren und vieles mehr. Alles, was ich sagen könnte, würde der Erfahrung nicht gerecht werden. Vier Monate lernen von tüchtigen Profis in ihrer täglichen Arbeit, ein Teil davon zu sein. Freude, Spaß, Lachen, aber auch gelegentliche Frustration und Erschöpfung. Alles, was eine Person für ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis braucht. Dies war ein langer, aufregender, herausfordernder und sehr lustiger Prozess, der nur dank der wunderbaren Crew möglich war, mit der ich zusammenarbeiten konnte. Ich bin Camilo und Sabina, den Besitzern von PDC, sehr dankbar dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, Teil ihres Teams zu sein, die Leidenschaft ihres Lebens mit mir zu teilen und eine sehr persönliche Erfahrung zu schaffen. Camilo war mein Mentor während dieser 4-monatigen Reise durch die Wunder des profession

ellen Tauchens. Vieles, was ich jetzt über das Tauchen weiß, ist ihm zu verdanken. Er hat immer endlose Geduld, Optimismus und großartige Stimmung an den Tag gelegt und sein Vertrauen in mich war immer immens, was ich sehr schätze. Wenn man mit den richtigen Leuten am richtigen Ort ist, so wie ich es war, wird kein 3-wöchiger Divemaster-Kurs der Qualität dieser Erfahrung hier jemals nahe kommen können. Ich hatte nicht nur einen, sondern gleich vier Profis, von denen ich lernen konnte. Mein Erfolg im Kurs ist nicht nur das Ergebnis der

großartigen Arbeit von Camilo, meinem Hauptlehrer, sondern auch der Arbeit des gesamten PDC-Lehrerteams: Sabina, Kim und Sofie. In diesen 4 Monaten habe ich die Gelegenheit gehabt, ihre herausragende Professionalität zu beobachten und daraus jeden Tag zu lernen, sowohl im Tauchcenter als auch auf unserem Spielplatz, der Unterwasserwelt. Darüber hinaus teilte ich diese sehr bereichernde Erfahrung mit einem

anderen wunderbaren Divemaster-Trainee, Anais, und einem Team von anderen fantastischen Schülern – Lu, Katrin, Nina, Ari und Ani, die diese Erfahrung zu einer ganz Besonderen gemacht haben. Ich habe von jedem Einzelnen etwas gelernt. Ich werde mich an Sabina für ihre herausragenden Lehr- und Organisationsfähigkeiten erinnern; Kim für ihre rigorose und methodische Arbeit und ihren tollen Humor; Sofie für ihre ansteckende Begeisterung und Verrücktheit; Anais für all ihre Unterstützung und heitere Haltung während all unserer Übungen und Zeit zusammen; Ani für ihre Kreativität und Hilfe und jeder einzelne von ihnen für ihre wertvollen und einzigartigen Ideen, Meinungen und Arbeitsweisen, mal ganz abgesehen von dem Spaß, den wir zusammen hatten! Und natürlich, obwohl sie kein Mitglied der PDC ist, verdanke ich meinen Erfolg im Kurs meiner Freundin und PADI Tauchlehrerin Alba. Nicht jeder hat so viel Glück wie ich, während seines Trainings zu Hause einen Ausbilder zu haben! Sie ist eine der besten Ausbilder, die ich kenne und ich habe viel von ihr gelernt.

Von unseren Fun-Szenarien für den Emergency-First-Response-Kurs, bei dem jemand zum Beispiel vorgeben würde, einen starken Stromschlag erlitten zu haben, bis hin zu unserer Assistentenrolle bei Fun-Tauchgängen. Von unserer Rettungsübung Nr. 7 – die einige Zeit in Anspruch nahm, bis wir sie auf Demonstrationsebene durchführen konnten, nämlich despacito, suavecito, pasito a pasito, bis zum Beinahe-Ertrinken während unserer Schwimmübungen. Tauschen der Ausrüstung, das Tauchen vor Ort entdecken, Search and Recovery, Nachttauchen, Discover Scuba Diving, Schnorcheltour-Führer… eine laaaange Liste von Aufgaben, Tests, Übungen, die uns herausforderten, erschöpften und am Wichtigsten, uns alle zum Lachen brachte. Ich verlasse eine Gruppe, die ich Mentoren und Freunde fürs Leben nennen kann.

Ich werde Coiba und seine Wunder vermissen. Die lange Bootsfahrt unter der brennenden Sonne oder unter einem stürmischen apokalyptischen Himmel, beides gleichermaßen schön. Die aufregenden Tauchgänge mit starker Strömung, die uns die Magie des Meeres in seiner ganzen Pracht

vermittelte: Schwärme von Big Eye und Blue Spotted Jacks, Schnapper, Barrakudas, Stachelrochen, Adler- und Teufelsrochen … Die entspannenden Tauchgänge mit all den wundervollen Riffbewohnern wie Muränen, Tintenfischen, Froschfische, Seepferdchen, Drückerfische und all den bunten Fischen wie dem Papageienfisch, Kaiserfisch und alle Arten von Kugelfischen und Porcupinefish. Die unvergesslichen Begegnungen mit den faulen Weißspitzenriffhaien, den eleganten Schildkröten und den beeindruckenden Buckelwalen, die die Oberfläche durchbrechen und uns mit ihren magischen Liedern begeistern. Reine, konzentrierte Großartigkeit.

 

Ich werde auch Santa Catalina vermissen. Den schönen Strand „Estero“, die Stille und die saubere Luft, das nächtliche Rauschen der Wellen und morgendliche Zwitschern der Vögel, die „fruit trucks“, die Unmengen an Obst und Gemüse bringen, die Mango- und Avocadobäume, all die Kokosnüsse, die wir am Strand  aufgesammelt haben, die zahlreichen Abendessen, die wir mit Freunden geteilt haben, den Surfern beim Wellenreiten zuzusehen… vier wirklich unglaubliche Monate!

Jetzt ist es jedoch vorbei und alles, was noch zu sagen bleibt, ist, dass ich allen Neuankömmlingen im PDC eine ähnlich wundervolle Erfahrung wünsche. Genieß es. Nutz die Chance, in diese Erfahrung einzutauchen. Nimm, und gib zurück. Danke allen Mitgliedern des PDC für eine grandiose Zeit!

 

 

 

 

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Besucher der Regenzeit – Teil 2

Buckelwale sind wegen ihrer enormen Größe, ihrer magischen Walsgesänge und ihrer atemberaubenden aeroben Akrobatik leicht zu erkennen, oft verursachen sie mit ihren enormen Körpern fontänengleiche Spritzer im Wasser. Ein ausgewachsener Buckelwal wiegt mehr als 5 erwachsene Elefanten und misst bis zu fast 20 Meter Länge, die Größe eines großen Busses. Buckelwale besitzen eine massive Schwanzflosse namens Fluke und ungewöhnlich lange Brustflossen (1/3 die Länge ihres Körpers!), die sie für die Navigation durch die Ozeane der Welt verwenden.

Buckelwale haben eine sehr abwechslungsreiche Ernährung bestehend aus Krill, Plankton und kleinen Fischen wie Lachs, Hering und Makrelen. Sie haben keine Zähne, sondern Ballenteller mit Borsten, die an ihnen befestigt sind und verhindern, dass kleine Beute entkommen kann, aber gleichzeit Wasser leicht durchlaufen lassen. Da sie keine Zähne haben, müssen sie ihre Beute ganz verschlingen. Die Art, wie sie jagen, ist ein echtes Schauspiel. Sie verwenden eine Technik, die als Blasennetz-Beutefang bezeichnet wird. Dies beinhaltet eine Gruppe von Buckelwalen, die um ihre Beute in einem Kreis schwimmen und Blasen um ihre Beute machen, um die Fische in einen engen Raum zu bringen und laute Stimmklänge zu erzeugen, um sie zu erschrecken und an die Oberfläche zu locken. Dann schlagen die Buckelwale ihre Flossen gegen das Wasser, um den Fisch zu betäuben und zu immobilisieren. Schließlich schwimmen die Wale mit offenen Mund  Tausenden kleinen Fischen entgegen um sie in nur einem einzigen Schluck zu verschlingen. Sie benutzen ihre Ballenbürsten, um Wasser und Schmutz von der Beute zu trennen und ihre Zunge, um das Wasser aus dem Mund zu schieben und die Beute runterzuschlucken .

 

Buckelwale fressen vor allem während der Sommer-Saison, in der sie Blasen- (Fett-) Reserven aufbauen, die sie während der Migrations- und Paarungssaison verwenden. Sie unternehmen große jährliche Wanderungen von den Sommer-Fütterungsgebieten in der Nähe der Pole wie Alaska und der Antarktis, wo sie kaltes, nährstoffreiches Wasser genießen, in wärmere Winterzuchtgewässer in der Nähe des Äquators, wo sie sich paaren. Dies bedeutet, dass die Buckelwale, die wir in Coiba sehen können, Tausende von Meilen den ganzen Weg von der Antarktis zurückgelegt haben. Das ist die länste Wanderung, die je ein Säugetier zurückgelegt hat! Darüber hinaus werden sie während dieser langen Migration und ihrer Zeit in Coiba fasten. Sie fressen kaum und leben vor allem von den in der Fütterungszeit erworbenen Fettreserven! Ihre Zeit in Coiba ist die Gegensaison, so dass sie sich hier entweder paaren oder, im Falle von schwangeren Weibchen, gebären.

Weibchen gebären einmal alle 2-3 Jahre einen einzigen Nachkommen. Die durchschnittliche Tragzeit beträgt 11-12 Monate. Dies bedeutet, dass ein weiblicher Buckelwal in Coiba in einem Jahr befruchtet wird, schwanger zurück zum Südpol wandert, wo er sich für ein paar Monate Fettreserven anfrisst, um dann im nächsten Jahr wiederum Tausende von Meilen zurückzulegen, um in den sichereren und warmen Gewässern wie Coiba das Kalb zu gebären. Die Mutter wird das Kalb, das bis zu 600 L Muttermilch an nur einem Tag trinkt, für etwa ein Jahr pflegen. Mit ungefähr zehn Jahren erreicht das Kalb die volle erwachsene Reif.

Das Lied eines Buckelwals ist wunderschön, einzigartig und kann lange dauern. Stell‘ Dir vor, Du bist unter Wasser und plötzlich hörst Du eine sehr komplexe und laute Mischung aus niedrigem Stöhnen, Jammern und Heulen. Du siehst dich um, um die Quelle zu finden. Der Klang ist überall, aber Du kannst nicht sehen, woher er kommt, und du weißt, dass dieses Orchester das Werk eines dieser riesigen Burschen ist, die vielleicht ein paar Meilen von dir entfernt sind, da ihre magischen Lieder über große Entfernungen durch den Ozean reisen können . Kannst du dir das vorstellen? Glaub mir, es ist ein unvergessliches Erlebnis. Und es ist noch erstaunlicher angesichts der Tatsache, dass Buckelwale keine Stimmbänder haben und nicht in der Lage sind, durch ihren Mund zu atmen, so dass alle ihre Geräusche produziert werden, indem sie Luft aus ihrem Blasloch herausdrücken. Die Lieder sind von Geheimnis umgeben. Wir verstehen immer noch nicht die beeindruckende Fähigkeit, Lieder von solcher Komplexität zu produzieren, und wir sind nicht sicher, welchen Zwecken sie erfüllen.

 

Typischerweise singt eine Population von männlichen Buckelwalen eine Variation des gleichen Liedes. Weil Wallieder exklusiv von Männchen gesungen werden, wird davon ausgegangen, dass das Lied ein Mechanismus für die Paarung sein könnte, der von Männchen benutzt wird, um ihre stimmlichen Fähigkeiten zu zeigen und Frauen zu beeindrucken. Wenn das richtig ist und Du mal die Chance hast, ein Wallied zu hören, denk daran, dass Du eines der komplexesten akustischen Paarungsrituale im Tierreich hörst. Allerdings sind weibliche Buckelwale sehr selten aufgezeichnet worden, die sich einem singenden männlichen Wal nähern. Zudem singen männliche Buckelwale nicht ausschließlich während der Paarungszeit. Deshalb glauben einige Wissenschaftler, dass es einen anderen Zweck hinter ihren Liedern geben muss. Vielleicht fungieren sie als synchronisierende Symphonien, die die Migration von Walgruppen führen. Wir wissen es nicht.

 

Diese erstaunlichen Kreaturen wurden einst wegen der übermäßigen Jagd und des kommerziellen Walfangs als sehr gefährdet angesehen. Seitdem haben sie ein riesiges Comeback durch den Schutz der Gesetze und eine allgemeine Zunahme des Umweltbewusstseins unter der Öffentlichkeit erlebt. Aus Sicht des Umweltschutzes werden die meisten Populationen heute nicht mehr gefährdet betrachtet. Allerdings stehen sie immer noch vor einer Reihe von Bedrohungen durch Menschen, wie der Verwicklung in Fischernetzen, Belästigung von Walbeobachtern, Bootskollisionen, Überfischung, die ihre Fütterungsgründe beeinträchtigt, sowie Wasser- und Lärmbelästigung und andere Umwelteinwirkungen auf ihren Lebensraum. Die Verwicklung in Fischernetzen und anderen dass bei Marineabfällen treten vor allem bei langen Migrationen auf. Schiffskanäle und Küstenveränderungen können Wale verdrängen und sie von der Zucht in einem Gebiet abwenden, das sie normalerweise verwenden würden. Die in Mittelamerika wandernde Bevölkerung gehört zu den noch gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Sei nicht entmutigt, es wird viel getan, um ihre Situation zu verbessern. Ich bitte Dich nur, wenn du Wale sehen möchtest, wo immer das auch sein mag, sorge dafür, dass du nach verantwortungsvollen Operationen suchst, die adäquaten Richtlinien für die Walbeobachtung folgen.

-Von Rodrigo Villarino

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Besucher der Regenzeit – Teil 1

Diese Zeit des Jahres ist eine ganz besondere in Santa Catalina. Wir haben hohen Besuch, der wie jedes Jahr in den Monaten Juli bis September nach Coiba kommt, um uns mit seiner magischen und atemberaubenden Anwesenheit zu begeistern. Diese Freunde von uns, mit denen wir die Wunder dieser einzigartigen Unterwasserwelt für ein paar Monate teilen, sind die Buckelwale.

 

In der internationalen Tauchgesellschaft hat es sich bereits herumgesprochen, dass sich hier zu dieser Zeit die Möglichkeit bietet, diese majestätischen Giganten zu sehen. Taucher aus aller Welt kommen zu uns um die Chance zu haben, sie unter Wasser oder zumindest an der Oberfläche während unserer Bootsfahrten zu sehen. Da diese Mischung aus Vorfreude und Aufregung sehr ansteckend wirkt sind natürlich auch alle Mitarbeiter im Tauchshop voller Begeisterung. Wale sind bekannt dafür diese Wirkung auf unsereins zu haben. Ihre majestätische, kraftvolle und zugleich stille Natur geben uns Anlass die Fantasien spielen zu lassen! Wenn ich die Vorfreude in den Augen unseren Klienten sehe und Zeuge der Ausrufe und schieren Begeisterung werden darf, wenn wir dann den Walen tatsächlich begegnen, denke ich mir: „Das ist es, wofür ich lebe“. Wenn ich die Glückseligkeit der Taucher nach diesem wahr gewordenen Traum beobachte fühle ich mich wirklich erfüllt.

 

Obwohl Sichtungen unter Wasser sehr rare Ereignisse sind, sieht man die Buckelwale in diesen Monaten ziemlich häufig an der Oberfläche. Manchmal sieht jemand den ersten Strahl Wasser senkrecht gen Himmel schießen, manchmal sehen wir eine Herde an der Oberfläche und wenn wir ganz viel Glück haben, dann können wir die volle Größe dieser wunderbaren Kreaturen in einem spektakulären Sprung aus dem Wasser beobachten, was im Fachjargon als “Breaching” bezeichnet wird. Egal wie die Sichtungen beginnen, sie folgen demselben Schema: Ein lauter Ausruf “Wale!” um die Aufmerksamkeit in die entsprechende Richtung zu lenken und schon reihen sich alle Bootspassagiere aneinander um die beste Sicht zu haben. Wenn die Wale auftauchen  hört man etliche Ausdrücke der Begeisterung von allen Seiten und wenn sie abtauchen, dann hört man keinen Mucks und die Taucher und Schnorchler prüfen die Wasseroberfläche voller Sorgfalt und warten auf die nächste, vielversprechende Fontäne.

 

Bisher zähle ich noch nicht zu den außerordentlich glücklichen Personen, die die Wale unter Wasser sehen durften, aber ein Tauchinstruktor, dem dieses Glück vor kurzem zu Teil wurde, beschrieb mir die Erfahrung und hat mir so einen Einblick gewährt in die überwältigende Bedeutung dieser Erfahrung. Sein Strahlen, welches sich vom Lachen bis in die Augen ausbreitete, wirkte fast schon ansteckend auf mich. Die respekt- und liebevolle Art und Weise in der er die Begegnung schilderte hat mich sehr berührt. Ich versuchte, mir mich selbst vorzustellen, während mein Freund mir die Wale wie Wesen aus einer anderen Welt beschrieb, über die Größe ihrer Flossen, ihre Eleganz, und ihre majestätische Präsenz erzählte.

 

Auf was wartest Du? Komm nach Santa Catalina, besuche Coiba und komme in den Genuss die Schönheit und das Geheimnis dieser schönen Tiere zu bewundern. Wenn Du dein Wissen über Buckelwale noch erweitern möchtest, dann schau doch nächste Woche wieder hier auf dem Blog vorbei, denn dann wird es einen weiteren Eintrag voll mit interessanten Fakten, Fotos und auch Videos geben.

Lass uns die Magie des Ozeans gemeinsam erleben! Wir warten auf dich!

-Von Rodrigo Villarino

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Santa Catalina, Panama – Ein kleines „Paradies-ABC“

Hätte man mich vor fünf Jahren gefragt, so hätte ich dasselbe gesagt wie vor zwei Monaten – In Panama wird Spanisch gesprochen (oder zumindest eine Sprache die verhältnismäßig nahe an das vor Jahrzehnten in der Schule gelernt Spanisch herankommt), es ist höchstwahrscheinlich ziemlich warm und ich würde es ausgesprochen gerne mal bereisen. Vor zwei Monaten war es genauso wahrscheinlich für mich in die Antarktis zu reisen wie in Santa Catalina zu leben – aber hier bin ich nun, auf dem Weg meinen Lebensrhythmus in diesem idyllischen und authentischen Fischerdorf im Südwesten von Panama zu finden.

 

Als deutscher Expat bin ich der englischen Sprache fließend mächtig, meine Spanischkenntnisse jedoch waren vor meinem Entschluss eine Praktikumsstelle im Panama Dive Center anzutreten beschränkt auf ‘Vamos a la playa’, Tequila und den Refrain von ‘La Cucaracha’. Mit der unglaublich geduldigen Unterstützung meiner Kollegen und meinem guten Freund Rosetta Stone (Anm.: Software für Sprachunterricht, wird im PDC aktuell für Spanisch, Französisch und Deutsch getestet) habe ich vor bis November, wenn ich Panama verlassen werde, zumindest in Basiskonversationen fließend zu sprechen. Bisher sind und bleiben meine meistgebrauchten Sätze aber “Disculpe, hablo solo un poquito Español” (“Verzeihen Sie, ich spreche nur ein kleines bisschen Spanisch”), “¿Cómo se dice … en español?” (“Wie sagt man … auf Spanisch?”) und “una Balboa, por favor” (“Ein Balboa [nationale Biermarke], bitte”). Aber um alle, die möglicherweise in der selben Situation stecken, zu ermutigen: Lasst euch nicht von ungenügenden Sprachkenntnissen von einem Abenteuer in Zentralamerika abhalten! Es scheint als würde ich jeden Tag das doppelte der Vokabeln lernen, die ich bereits beherrsche, aber stetig Fortschritte zu bemerken ist wohl die erstrebenswerteste Belohnung wenn man eine neue Sprache lernt.

 

Wenn ich an Lateinamerika denke kommen mir gleich zu Beginn die Nationalgerichte der unterschiedlichen Länder in den Sinn. Ob das nun der Norden mit Mexicos scharfen Tacos und Enchiladas ist, das sogenannte Gallo Pinot in Nicaragua oder die weltberühmten Asados (Grills) in Argentinien. Aber was ist das Nationalgericht von Panama? Ich war mir zumindest sicher noch nie davon gehört zu haben. Aber es dauerte nicht lange, bis ich diese Wissenslücke füllen konnte: Entlang der pazifischen und karibischen Küsten bestehen die Küchen zu großen Anteilen aus frischen Meeresfrüchten, tropischen Früchten und (Wurzel-)Gemüse. Die Panamaer haben neben der geteilten Währung (US$) noch eine andere Gemeinsamkeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika: Sie lieben es alles zu frittieren, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Aber wer wäre ich mich darüber zu beschweren, diese Angewohnheit bringt uns in den Genuss von Patacones. Dies sind frittierte Scheiben grüner Bananen – ein Rezept, welches es bereits jetzt in meinen sehr begrenzten Schatz von internationalen Gerichten geschafft. Diese Ehre teilt es nur mit zwei anderen meiner Lieblingsspeisen!

In meinen Augen einer der größten Vorteile und gleichzeitig überraschendsten Fakten bezüglich des Essens sind die sehr variablen Optionen für Fleischliebhaber, Vegetarier und sogar Veganer und obwohl ich mich den größten Teil der Zeit vegetarisch ernähre denke ich, es ist verhältnismäßig einfach sich nach den unterschiedlichsten diätetischen Vorgaben zu ernähren. Sogar ich habe Tage, die ich mit einer frischen Kokosnuss vom Strand starte (falls Schwierigkeiten mit dem Knacken einer Kokosnuss bestehen: Unser Divemaster-Schüler Rodrigo ist ein großartiger Lehrer bezüglich solcher Überlebenstricks), knabber mich durch eine unverhältnismäßige Menge von Melonenscheiben, hilf mir mit ein paar Bananen- und Ananasstücken vom lokalen Fruchtlieferanten über den Nachmittag und genieße zum Abschluss des Tages angenehm gekühlte Mangostanen und einen eiskalten, selbstgepressten Fruchtsaft – für mich selbst sprechend kann ich offen und ehrlich behaupten, dass gesund essen selten so einfach war!

Auch die Vielfalt der unterschiedlichen Restaurants in Santa Catalina ist hier zu erwähnen. Manchmal fällt die Wahl zwischen einer ausgezeichneten Pizzeria (Jammin Hostel und Pizzeria), einem original-argentinischem Lokal und den etlichen anderen Gaststätten, die unter anderem solch für die Region untypische Spezialitäten wie Sushi anbieten, gar nicht so einfach.

 

In enger Verbundenheit zu den Speisemöglichkeiten steht auch die durchschnitten Preisspanne, in die Santa Catalina fällt. Während ein durchschnittliches Abendessen inkl. Getränke für eine Person bei ungefähr 13US$ liegt, so ist es die Abgeschiedenheit vom Rest der panamaischen Zivilisation die es möglich macht, dass eine Packung Zahnpasta ungefähr 3US$ kosten kann. Kosmetika im Allgemeinen sind teurer als in anderen Ländern oder auch Panama City. Bezüglich Essen spiegelt es sich vor allem in westlichen Luxusartikeln wieder wie Käse (ungefähr 5US$ für einen faustgroßen Leib) und frischer Milch (ca. 2US$/L). Die billigsten Unterkünfte variieren zwischen 15US$ für ein Bett im Schlafsaal (Hostel Villa Vento Surf) bis 20US$ für ein Einzelzimmer (Cabañas Las Palmeras) aber können auch bis zu 80US$ pro Nacht/pP steigen (Hotel Santa Catalina). Als Tourist würde ich persönlich wohl ca. 30US$/Tag für Verpflegung und Unterkunft ausgeben, zuzüglich kommen dann noch die Kosten für Tagesausflüge wie Tauchtrips, Schnorcheln oder Delphin- und Walbeobachtungstouren. Ein Surfboard kann für ca. 10US$ pro Tag gemietet werden. Das bekannteste nationale Bier heißt “Balboa” (Was auch der Name für die panamaische Währung ist, welche zu einer Rate von 1:1 an den US$ gebunden ist) und ist normalerweise für 1-2$ pro Flasche zu erhalten.

 

Wie ist es also in einem kleinem, touristischem Fischerdorf zu leben, in dem man das alltägliche Leben mit Ortsansässigen und durchreisenden Touristen teilt? Ich beschreibe es gerne als mein persönliches Paradies, obgleich man nicht alles durch die rosarote Brille betrachten darf: Lass es die Luftfeuchtigkeit und schwüle Hitze sein, die dich und all deine Kleidungsstücke, Handtücher und Bettlaken den gesamten Tag über verschwitzt und feucht hält (vorausgesetzt es regnet nicht. Habe ich erwähnt, dass die Regenzeit in unterschiedlichen Härtestufen von April bis November dauert?), die Moskitos und Ameisen, die es unmöglich lassen das Mittagessen auch nur für eine Sekunde unbeobachtet zu lassen oder einfach der komplette Verlust von jeglichem Gefühl für Datum und Wochentag (Zum Glück helfen mir meine Schichten im Panama Dive Center zumindest die Uhrzeit etwas besser im Blick zu behalten). Aber all diese kleinen Unannehmlichkeiten stehen für mich in keinem Verhältnis zu dem großartigen Gefühl von Zufriedenheit und Zugehörigkeit, welches ich hier empfinde. Vielleicht sind es die langen Abende mit vielen Freunden und einer guten Flasche Wein, die Sonnenuntergänge am Strand, der erste Versuch auf einer Weile zu surfen, die bereits international bekannte Surflegenden hervorgebracht hat, die Unendliche Reichhaltigkeit der lokalen Flora und Fauna oder die atemberaubende “versteckte Welt”, die sich direkt unter der Wasseroberfläche im Coiba Nationalpark abspielt, die diesen Ort für mich so magisch erscheinen lassen. Mit seinen knapp 400 Einwohnern ist Santa Catalina wirklich ein Dörfchen und wenn man die Möglichekeit hat hier etwas mehr Zeit zu verbringen, so dauert es nicht lange, bis man ein Gefühl für diesen Ort entwickelt. Jeden Tag übernimmt jemand anderes die Aufgabe deinen Tag mit feuriger, spanischer Musik zu untermalen bis lange nachdem die Sonne untergegangen ist, man erkennt mehr und mehr bekannte Gesichter wenn man seiner alltäglichen Routine nachgeht, die meisten mehr als offen dich in die Gemeinschaft zu integrieren und bevor man es merkt weiß man, an welchen Ecken man die billigsten und besten Fruchttrucks findet.

 

Wie bereits zuvor erwähnt – Santa Catalina ist ein potenzielles Paradies. Ob es das für dich auch sein wird hängt vor allem von deinen persönlichen Prinzipien und Wertvorstellungen ab, aber die Grundlage die geboten wird ist ziemlich vielversprechend und ich sehe keinen anderen Weg als einzutauchen und sich mitreißen zu lassen von dem gelassenen und relaxten Lifestyle in einem Umfeld, indem andere normalerweise auf ein paar Tage ihres Jahresurlaubs beschränkt sind.

-Von Nina Berti

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Pufferfisch

Wenn Du einmal die Chance hattest, im Coiba Nationalpark in Panama zu tauchen, hattest Du sicher die Gelegenheit, die Vielfalt der Pufferfische zu bewundern. In der Tat, diese faszinierenden kleinen Fische durchqueren die Reserve in großer Zahl und überraschen uns mit ihrer Vielfalt in Farben. Allerdings wissen wir sehr wenig über diese Art, ihre Besonderheiten und ihre Gewohnheiten. Mit diesem Artikel wollen wir versuchen, einige der Fragen zu beantworten und  ein wenig mehr Einblick über diese faszinierenden Kreaturen zu geben.

Wie heißen sie wirklich?

Neben den Bezeichnungen Ballonfisch, Globusfisch, Pufferfisch, ist sein richtiger Name  Tetraodontidae (glatte Puffer) oder Diodontidae (stachelige Puffer), viel schwieriger auszusprechen.

Wie sehen sie aus?

Es gibt 121 Arten von Pufferfischen, es ist also möglich, auf einige wenige in einer Anzahl von Arten zu treffen. Was sie gemeinsam haben, ist die Form ihres Körpers, langgestreckt und kugelförmig. Alle Pufferfische haben fünf Flossen, zwei Brust-, eine Dorsal-, eine Bauch- und eine Schwanzflosse. Ihre Haut ist hart, glatt und ohne Schuppen. Einige von ihnen haben helle Farben, die ihre Gefahr und Toxizität angeben, während andere diskretere Farben haben, die es ihnen ermöglichen, sich ihrer Umgebung anzupassen. Darüber hinaus haben viele von ihnen die Möglichkeit, ihre Farbe zu ändern, um sich an Veränderungen in der Umgebung anzupassen. Diese Änderungen können diskret sein, Variationen in Farbtönen, Kontraste oder sehr überraschende, Änderungen der Gesamtfarbe von gelb nach schwarz mit weißen Flecken. In der Größe gibt es auch eine große Vielfalt: Es ist möglich, Arten von Ballonfischen von nur 2,5 cm Länge zu treffen, während andere bis zu 100 cm Länge erreichen können.

Was fressen sie?

Die Nahrung von Pufferfischen besteht hauptsächlich aus wirbellosen Spezien und Algen. Sie haben vier Zähne, zwei zentriert auf dem Oberkiefer und zwei auf dem Unterkiefer. Dieses Gebiss hat das Aussehen eines Schnabels und erlaubt den größten Exemplaren, die Krebstiere zu brechen, die auch Teil ihrer Nahrung sind.

Warum blasen sich einige auf?

Pufferfische sind sehr langsam und es ist sehr schwierig für sie, ihren Raubtieren zu entkommen. So erlaubt das Aufblasen ihnen, ihre Angreifer zu erschrecken. Sie können das bis zu Dreifache ihrer ursprünglichen Größe erreichen. Um eine solche Umwandlung zu erreichen, nutzt der Globusfisch die beeindruckende Elastizität seines Magens und nimmt schnell eine große Menge an Wasser oder sogar Luft auf, wenn nötig. Er sieht dann wie eine Art Ball aus, oft mit Dornen bedeckt, was die meisten Raubtiere davon abhält, näher zu kommen.

Wie verteidigen sie sich sonst noch?

Trotz ihrer Langsamkeit haben Pufferfische ein sehr gutes Sehvermögen und können ihre Augen unabhängig voneinander ausrichten. Sie sind auch in der Lage, leicht in alle Richtungen im Wasser zu manövrieren. Diese beiden Fähigkeiten erlauben ihnen, Drohungen reichtzeitig zu bemerken, sich zu verbergen oder aufzublasen.
Zusätzlich sind einige Pufferfische mit Dornen überzogen, die aufgeblasen anhaften sie ungenießbar machen. Darüber hinaus produzieren fast alle Pufferfische Tetrodotoxin, eine sehr giftige Substanz in ihren inneren Organen und Haut. Es scheint, dass sie dieses Toxin durch die Synthese der Bakterien in ihrer Nahrung produzieren. Wenn ihn also ein Raubtier fängt, bevor er schwillt, kann es das bereuen. In der Tat ist diese Substanz 1200 mal gefährlicher als Cyanid und tödlich für fast alle Raubtiere. Die Dosis dieses Toxins, das in einem einzigen Ballonfisch vorhanden ist, kann bis zu 30 erwachsene Menschen töten, und es gibt keine bekannte Heilung. So verbergen sie unter ihrem unerschütterlichen Gesicht ein echtes Mörderpotential, das sie nach dem giftigen goldenen Frosch auch als zweitbeste Toxie der Welt klassifiziert.

Wie vermehren sie sich?

In Salzwasser bringt normalerweise das Männchen das Weibchen an die Oberfläche, wo es zwischen drei und sieben Eiern freigibt, die das Männchen anschließend befruchtet. Die Eier bleiben auf der Oberfläche und schlüpfen nach etwa vier bis sieben Tagen. Doch eine Art von Globusfisch zeichnet sich durch ihr besonderes Balzverhalten aus: der japanische Pufferfisch. Dieser schafft Nester, die echte architektonische Meisterwerke sind, um die Weibchen anzuziehen (https://www.youtube.com/watch?v=FV1C_HvP8P0).
In frischem Wasser ist die Aufgabe komplizierter für die Männchen, die sich von anderen unterscheiden müssen, um von dem Weibchen gewählt zu werden. Er zieht sie in einen geschützten Ort, um ihre Eier freizugeben, die er befruchten wird. In Gefangenschaft wurde beobachtet, dass das Männchen die Eier bis zum Schlüpfen schützt.

 

Ein leckeres Essen?

Durch ihre Toxizität sind Pufferfische sehr kompliziert zu essen. In der Tat, nur eine sehr vorsorgliche Vorbereitung macht den Verzehr möglich. Trotz dieser Gefahr ist „takifugu puffer“ ein außergewöhnliches Gericht in Japan geworden. Obwohl es nur von wenigen Köchen zubereitet wird, werden jedes Jahr einige Leute ins Krankenhaus eingeliefert und sterben, durch Fugu vergiftet. Der Verzehr ist dem Kaiser sogar verboten. Diese Gefahr erschreckt nicht die Japaner, für die es eine luxuriöse Delikatesse ist. Ein Teller Fugu kann zwischen $ 20 und $ 50 kosten, der ganze Fisch wird zwischen $ 100 und $ 200 verkauft. In anderen Gegenden Japans wird auf einige Pufferfischfarmen die Ernährung der Pufferfische überwacht und werden somit „entgiftet“, so dass sie einfacher zu verzehren sind.

Eine vom Aussterben bedrohte Spezie?

Im Coiba Nationalpark kannst Du über 7 verschiedene Arten von Pufferfisch bewundern. Das ist nicht überall auf der Welt so. In der Tat werden einige Arten von Verschmutzung, Überfischung und Zerstörung von Riffen bedroht. Dies ist besonders bei dem japanischen Pufferfisch der Fall, dessen Bevölkerung in den letzten 40 Jahren um 99% zurückgegangen ist, sowie der Canthigaster Cyanetron, der rot gefüllte Pufferfisch und der Zwergpuffer, der vor kurzem als gefährdete Spezies eingestuft wurde, die vom Aussterben bedroht sind.

-von Anaïs Yvinou

 

Sources:

http://www.nationalgeographic.com/animals/fish/group/puffer fish/

https://en.wikipedia.org/wiki/Tetraodontidae

http://vieoceane.free.fr/poissons/familles/Tetraodontidae/fiche1.html

http://ipfactly.com/puffer fish/

https://www.aquaportail.com/taxonomie-famille-177-tetraodontidae.html

https://a-z-animals.com › A-Z Animals › Animals › Puffer Fish

https://diverswhowanttolearnmore.wordpress.com/2014/11/16/tetraodontidae-puffer fish-vs-porcupinefish/

eol.org/pages/5056/overview

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Coiba National Park: ein UNESCO Weltkulturerbe in Gefahr?

@inspiredbymaps Sicht auf die Ranger´s station von oben

Weltkulturerbestätten sind Orte, deren charakteristischen Merkmale sie von einem lediglich landschaftlich reizvollen Ort unterscheiden. Sie sind einzigartig und haben einen intrinsischen „Outstanding Universal Value“ (OUV), der den Reichtum und die Vielfalt des kulturellen und natürlichen Erbes der Erde widerspiegelt. Die Weltkulturerbestätten gehören aufgrund ihres herausragenden Wertes zu allen Völkern der Welt, unabhängig von ihrem Territorium. Ihr Schutz kommt jedem Einzelnen von uns zugute, und daher ist es die Pflicht der gesamten internationalen Gemeinschaft, bei ihrer Bewahrung zusammenzuarbeiten.

Der Nationalpark Coiba und seine Sonderzone des Meeresschutzes (SZMP) wurden 2005 in die Liste der Weltkulturerbestätten der Unesco aufgenommen. Es ist ein Gebiet von atemberaubender Schönheit, das das Herz seiner Besucher höher schlagen lässt. Aber was macht Coiba neben seiner Schönheit so besonders? Was ist sein OUV?

Um in die Weltkulturerbeliste aufgenommen zu werden, muss ein Ort mindestens eines von zehn Auswahlkriterien erfüllen. Coiba erfüllt die UNESCO-Kriterien (ix) und (x) für die Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der Naturstätten. Hier können Sie diese Kriterien finden, und warum Coiba sie erfüllt.

 

In einfachen Worten, auf Coiba finden sich Gemeinschaften von Pflanzen und Tieren, die für das Wohlergehen unseres gesamten Planeten wesentlich sind. Coiba ist extrem reich an Biodiversität, mit vielen seiner Pflanzen- und Tierarten, die nirgendwo sonst auf der Welt gefunden werden. Diese Arten spielen in vielen Fällen Schlüsselrollen in Prozessen, die für die Gesundheit unserer Ozeane verantwortlich sind. Wenn wir keine gesunden Ozeane haben, sind wir in ERNSTHAFTEN SCHWIERIGKEITEN. Deshalb ist Coiba ein Weltkulturerbe und muss geschützt werden.

Die Vertragsstaaten sind Länder, die sich an die Weltkulturerbekonvention halten, Standorte innerhalb ihres Hoheitsgebiets nominieren, für die Aufnahme in die Liste in Betracht gezogen werden und die Verantwortung haben, die Welterbe-Werte der eingeschriebenen Orte zu schützen. Die Vorteile der Liste sind vielfältig. Es dient oft als Katalysator für die Sensibilisierung zur Erhaltung des Erbes. Es bietet Zugang zum Fond des Weltkulturerbes. Standorte profitieren auch von der Ausarbeitung und Umsetzung eines umfassenden Managementplans und Experten bieten technische Schulungen für das lokale Site Management Team an.

Das Weltkulturerbekomitee besteht aus Vertretern von 21 Vertragsstaaten, die für eine Dauer von bis zu sechs Jahren gewählt werden. Sie tritt einmal im Jahr zusammen und ist für die Umsetzung der Weltkulturerbekonvention verantwortlich. Sie vergibt finanzielle Unterstützung aus dem Fond des Weltkulturerbes und hat das letzte Wort darüber, ob eine Stätte in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wurde. Sie prüft auch Berichte über den Erhaltungszustand von beschrifteten Stätten und entscheidet über die Eintragung oder Entfernung von Stätten auf der Liste des gefährdeten Welterbes.

Das Weltkulturerbekomitee kann Eigenschaften auf die Liste der Gefährdeten Weltkulturerbe setzen, die Gefahren für die Weltkulturerbe-Werte darstellen, und sobald ein Ort auf der Liste der gefährdeten Weltkulturerbe eingeschrieben ist, kann das Weltkulturerbekomitee sofortige Hilfe aus dem Fonds der Weltkulturerbe veranlassen. Der Ausschuss entwickelt und verabschiedet dann in Absprache mit dem betreffenden Vertragsstaat ein Programm für Korrekturmaßnahmen und überwacht anschließend die Lage des Standorts. Es alarmiert auch die internationale Gemeinschaft, so dass es den Bemühungen um die Rettung dieser gefährdeten Seiten beitreten kann.

All dies ist wichtig, weil das Weltkulturerbekomitee den Vertragsstaat Panama gewarnt hat, dass der Ausschuss, sollte das Management von Coiba und SZMP in die gleiche Richtung wie bislang weiterarbeiten, in Erwägung ziehen wird, den Standort in die Liste der Gefährdeten Weltkulturerbe aufzunehmen. Mit anderen Worten, der Ausschuss ist der Ansicht, dass der herausragende universelle Wert von Coiba und seiner SZMP in Gefahr sein könnte.

Eine Reaktive Überwachungsmission der IUCN (Internationale Union für die Erhaltung der Natur) besuchte die Liegenschaft (Coiba und SZMP) vom 28. November bis 3. Dezember 2016, um dem Weltkulturerbekomitee Schutzfragen vorzulegen. Am 30. Januar 2017 legte der Vertragsstaat Panama einen Bericht über den Erhaltungszustand des Gebietes vor. Beide Berichte sind hier verfügbar. Eine Zusammenfassung der Schlussfolgerungen und Beschlüsse, die der Ausschuss in seiner letzten Entscheidung (Beschlussentwurf: 41 KOM 7B.17) angenommen hat, finden Sie hier. Kurz gesagt wies der Ausschuss darauf hin, dass

  • das Management der marinen Komponente von Coiba nach wie vor vor großen Herausforderungen steht, wobei Rückgänge einiger wichtiger Schlüsselwerte im Meer verzeichnet werden, und zudem bei der Umsetzung der Anträge des Ausschusses zwecks Bewirtschaftung und Kontrolle der Fischerei nur sehr geringe Fortschritte zu verzeichnen waren.
  • die vom Vertragsstaat vorgeschlagenen Verordnungsentwürfe enthalten Bestimmungen für Arten von Aktivitäten, die mit dem Weltkulturerbestatus des Parks, insbesondere der industriellen Fischerei, unvereinbar wären.

Grundsätzlich ist die Botschaft, dass bestimmte Fangtätigkeiten innerhalb des Parks erlaubt sind, die absolut unvereinbar mit dem Weltkulturerbestatus von Coiba sind und die langfristig ernste negative Auswirkungen haben. Am Beunruhigendsten und Frustrierendsten ist, dass das Weltkulturerbekomitee in den letzten Jahren immer wieder Bedenken gegenüber dem Vertragsstaat geäußert hat, dass es keine effektiven Fischereibestimmungen innerhalb des Konzessionsgebiets gibt, scheinbar jedoch mit wenig Wirkung. Der Ausschuss hat den Vertragsstaat wiederholt aufgefordert, Sofortmaßnahmen zu ergreifen um sicherzustellen, dass die Fischerei streng kontrolliert wird, dass die innerhalb der Liegenschaft erlaubten Fischereien nachhaltig sind und garantiert wird, dass Aktivitäten wie Industriefischerei innerhalb der Liegenschaft nicht erlaubt sind. Das Weltkulturerbekomitee hat angedeutet, dass Coiba und seine SZMP auf der Liste der gefährdeten Weltkulturerbe aufgeführt werden könnte, wenn auf der 42. Tagung im Jahr 2018 keine wesentlichen Fortschritte im Bereich der nicht nachhaltigen Fischereien erzielt wurden. Obwohl die Auflistung von Coiba als „Weltkulturerbe in Gefahr“ als Unehre wahrgenommen wird, könnte es tatsächlich ein guter Wendepunkt sein, der die internationale Aufmerksamkeit auf die vorhandenen Probleme lenkt und kompetente Hilfe zur Lösung dieser bietet.

Wir glauben jedoch, dass die Aufnahme von Coiba auf die Liste gefährdeter Weltkulturerbe nicht erforderlich wäre, wenn der Vertragsstaat den wiederholten Ersuchen des Weltkulturerbekomitees Folge leisten würde. Wir können nur hoffen, dass der Vertragsstaat die Forderungen ernsthaft zur Kenntnis nehmen und wir bald große positive Veränderungen in der Verwaltung der marinen Komponente von Coiba sehen werden. Coiba ist ein besonderer Ort, ein Teil unseres Naturerbes und sollte als Solcher auch mit der nötigen Vorsicht behandelt werden. Lasst uns das nicht vergessen!

 

– von Rodrigo Villarino

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Hammerhaie, Nachttauchgänge und Jicarón

Mitte April 2017 haben sich die Mitarbeiter des Panama Dive Centers ein paar Tage freigenommen, um endlich einen lang geplanten Ausflug zum Coiba Nationalpark zu machen. Zwei Tage atemberaubendes Tauchen an Orten, die zu weit weg sind, um sie auf Tagesausflügen zu erreichen, eine Nacht auf der Hauptinsel Coiba mit leckerem Essen, viel Bier, Wein und guter Gesellschaft waren ein wohlverdientes Ende der Hochsaison in Panama.

Wir brachen am 21. April gegen 9 Uhr in Santa Catalina auf. Wie sich jedoch viele von euch, die schon mit dem Panama Dive Center tauchen waren, erinnern werden, verlässt niemand Catalina, ohne seinen allmorgendlichen Kaffee. Mit zwei Booten, Aracelli und Yuri, unseren beiden Kapitänen Rubén und Eddie und den helfenden Händen unserer Assistenten Jorge und Solin stachen also zwölf begeisterte Taucher in See – Ziel: Coiba. Nach zwei Stunden holpriger Bootsfahrt kamen wir in Contreras an, einer der schönsten Orte zum Tauchen im Nationalpark, nördlich der Insel Coiba.

Die Tauchspots Montaña Rusa und Sueño de Pescador sind bekannt für ihr Artenreichtum und beeindruckende Unterwasserwelt – große Schwärme von Schnappern und Hebern, Anglerfische und Riffhaie stehen auf der Tagesordnung. Unser Favorit unter den Meeresbewohnern besuchte uns in „Sueño de Pescador“: ein Hammerhai, der seelenruhig an uns vorbeischwamm, ohne die Menge an seltsamen Kreaturen, die ihn mit Metallzylindern auf dem Rücken beobachteten, überhaupt wahrzunehmen schien.

 

Auf der Hauptinsel Coiba, nachdem die Betten verteilt, das Mittagessen verspeist und nach einer kleinen Wanderung auf der Insel wieder verdaut war, war es für unsere „Divemasters in Training“ an der Zeit, ihren Nachttauchgang durchzuführen. Bei Sonnenuntergang fuhren vier von uns, ausgerüstet mit Taschenlampen, auf dem Boot zu einem Tauchspot in der Nähe der Insel, um die atemberaubende Unterwasserwelt Coiba bei Nacht zu erforschen. Wir waren begeistert. Unser Kapitän und Assistent allerdings, die sich mit der Vorstellung, im Dunkeln das Boot zu ankern und zurück zur Insel zu schwimmen, nicht anfreunden konnten, eher weniger. Denn nachts besuchen auch Inselkrokodil Tito und seine Kollegen die Strände der Inseln. Trotz der Beschwerden war der Nightdive und die Möglichkeit, Unterwasserwesen während ihrer „nächtlichen“ Routine zu beobachten, zumindest für diese vier von uns, einer der Höhepunkte der Reise und niemand wurde aufgefressen. Ein köstliches Abendessen, ein paar Bier und ein paar Gläser Wein waren ein perfektes Ende für einen wunderbaren Tauchtag.

Am nächsten Tag fuhren wir zur Isla Jicarón, einem der südlichen Teile des Coiba Nationalparks. Da  sich diese Tauchspots mehr als 2 Stunden entfernt von Santa Catalina befinden, waren sie für viele von uns neu. Dementsprechend war die ganze Gruppe voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tauchgänge.

Die Tauchspots „La catedral“, auf deutsch „Die Kathedrale“ und, “La lavadora“, „Die Waschmaschine“,  sind bekannt für starke Strömungen und spektakuläre Formationen von Vulkangestein unter Wasser. Sie befinden sich direkt nebeneinander und, wie Ihr euch vorstellen könnt, wurden wir beim Tauchen ordentlich durchgewirbelt – wie in einer Waschmaschine.

Mit diesen letzten, spaßigen Tauchgängen und einer langen Bootsfahrt zurück nach Santa Catalina kam unser Mitarbeiterausflug zu einem Ende. Wir haben jeden Moment in vollen Zügen genossen – vielen Dank an alle, die sich angeschlossen haben und diese tolle Erfahrung mit uns geteilt haben.

Freediving in the Pacific of Panama

Und endlich war es so weit ! Am 4. Juni haben Kim und ich unseren ersten Tag des Freedivings im Pazifik gemacht. Nachdem wir fast zwei Wochen mit dem tollen Team von Freedive Utila verbracht und die nötige Ausrüstung zusammengebracht haben, haben wir es endlich geschafft, einen Tag zu finden um alles auszuprobieren.


Rubén, unser Kapitän, und sein Bruder Melvin, der ihm als Assistent behilflich war, fanden einen tollen Platz für uns, um die Linie herunterzulassen, unser breath-up zu machen und in die Tiefe zu tauchen. Glücklicherweise, begleitete uns Camilo mit seiner Sidemount Ausrüstung und machte einige wundervolle Videos von unseren Tauchgängen. Und als ob das Gefühl dort unten zu sein nicht schön genug wäre, glitten zwei magische Kuhnasenrochen an mir vorbei, als ich die Gewichte auf einem meiner Tauchgänge erreichte. Ein Geburtstagsgeschenk für mich vom Ozean!


Wir freuen uns sehr darauf, regelmäßiges Training zu beginnen und diesen fantastischen Kurs bald zu unterrichten. Ab ungefähr mitt July wird für jeden der auch diese ganz andere Art von Freiheit erleben möchte, die Möglichkeit bestehen dieses Abendteuer bei uns zu beginnen.

 

Hier klicken um das ganze Video zu sehen!

Antennariidae – auch bekannt als Anglerfisch

Gigantischer Anglerfisch

Wenn die größeren Tiere wie Walhaie und Buckelwale weiterziehen oder sie einfach grade nicht in der zugegen sind, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf andere Kreaturen im Ozean. Schulen von Barrakudas, Jackfish und unseren geliebten Weissspitzenriffhaie sind immer reichlich vertreten, aber manchmal finden wir auch einige der kleineren, die sich zwischen den Schalen, Felsen und Korallen verstecken. Zweifellos ist einer unserer Favoriten der Anglerfisch.

Diese fantastischen Kreaturen sind eine Art Seeteufel, die in tropischen und subtropischen Gewässern vor den Küsten Afrikas, Asiens, Australiens, Nordamerikas und Mittelamerikas anzutreffen sind. Wir haben das Glück, hier im Coiba Nationalpark große Anglerfische zu haben. Anglerfische haben ein gemasertes Äußeres, und einzigartige Farben, Stacheln und Beulen, die die Fähigkeit haben sich zu verändern und ihrer Umgebung anzupassen, was sie zu Meistern der Tarnung macht! Im Gegensatz zu vielen anderen Tieren, die ihre Tarnung als Schutz vor Raubtieren verwenden, nutzen Anglerfische ihre Fähigkeiten meist um Beute anzulocken. Ihre Größe beträgt zwischen 3,2mm und 55cm.

Anglerfische sind Fleischfresser und auch Kannibalen. Sie essen Fische, Krustentiere und manchmal auch ihre Artgenossen! Ihr Mund kann sich bis auf das Zwölffache ihrer Ruhegröße ausdehnen, so dass sie alle Arten von Beute fangen können, die größer sind als sie selbst. Anglerfische haben eine modifizierte Rückenflosse, die einen einziehbaren Köder in Form einer Garnele hat und verwendet wird, um Beute anzulocken. Wenn ihr Köder gegessen oder beschädigt wird, kann er regeneriert werden. Mit seiner „Angel“ und dem Köder lässt der Anglerfisch den Köder vor seinem Kopf baumeln. Ein ahnungsloser schwimmender Passant wird den Köder sehen, sich freuen und zu seiner scheinbar einfachen Mahlzeit schwimmen, wo er dann vom Anglerfisch gefressen wird. Anglerfische haben die schnellste Angriffsgeschwindigkeit aller Tiere auf der Erde! Wenn die Beute sich nähert bewegen sich Anglerfische nur, wenn sie Gefahr spüren oder sich paaren müssen. Weil Anglerfische keine Schwimmblase haben benutzen sie ihre modifizierten Brustflossen, um über den Meeresboden zu laufen oder sogar zu galoppieren. Sie schlucken große Mengen an Wasser, das sie durch die Kiemen ablassen und als Antrieb zur Fortbewegung nutzen. Der Körper bewegt sich sehr wenig während der Anglerfisch durch die Wassersäule stößt.

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Die Weibchen dieser Arten legen ihre Eier im Wasser während die Männchen sie von hinten befruchten. Der Unterleib des Weibchens beginnt anzuschwellen wenn das Ei Wasser aufnimmt, dies geschieht von 8 Stunden bis zu mehreren Tagen vor dem Legen der Eier. Das Männchen beginnt sich zwei Tage vor dem Laichen dem Weibchen zu nähern. Die Laichzeit ist den Wissenschaftlern nicht klar bekannt, sie kann von der Phase des Mondes abhängen, oder möglicherweise wird vom Weibchen ein Signal abgegeben.

Einmal entdeckten Camilos scharfe Augen einen winzigen gelben, noch jungen Riesenanglerfisch. Nicht größer als mein Fingernagel, bescherte uns die Entdeckung dieses winzigen Wunders wirklich ein tollen Tag. Wir haben es geschafft, ihn danach wieder zu finden und hoffen, dass wir das Wachstum dieses Kleinen verfolgen können, bevor er sich entscheidet zu gehen… oder verschluckt wird.