Climate Change vom Standpunkt eines Tauchers

Zu Zeiten von verheerenden Hurrikans wie Harvey und Irma, zerstörerischen Buschfeuern im Nordwesten der USA und einem Präsident einer Weltmacht, der den Klimawandel immer noch als Aberglaube bezeichnet, ist es wichtiger denn je das Bewusstsein bezüglich des Klimawandels auf wissenschaftlichen Fakten zu basieren und zu reflektieren, welche Optionen jeder Einzelne von uns hat um unser einzigartiges und dennoch akut gefährdetes Ökosystem zu unterstützen. Als Taucher, egal ob du gerade deine erste Zertifizierung erhalten hast oder du ein „Pro aus Leidenschaft” bist, solltest du als Botschafter und Repräsentant unserer Ozeane fungieren.

Eine der wichtigsten Informationen, sowohl für Taucher als auch für Nicht-Taucher, ist, dass der Tauchsport nicht umweltbelastender ist als jede andere Outdooraktivität die im Freien praktiziert wird, wie Wandern, Skifahren, Bergsteigen. Tauchen könnte sogar eine umweltschonendere Sportart sein als die eben erwähnten – vom ersten Tauchgang an sind Tauchlehrer verpflichtet Richtlinien und Techniken zu unterrichten, die adäquaten Umgang mit der Unterwasserwelt und ihren Bewohnern fördern, während es keine Vorschrift gibt, die festlegt, in welchem Rahmen Skischüler oder Bergsteiger über ihren Impakt auf die Natur aufgeklärt werden sollen.

Sauerstoffmangel in den Ozeanen und Korallenbleiche

“Ocean deoxygenation” beschreibt den Mangel von Sauerstoff im Meer. Während Studien aus dem letzten Jahrhundert lediglich zeigen, dass das Sauerstoffniveau aufgrund der Wasseroberflächenerwärmung kontinuierlich abnahm, besteht für das 21. Jahrhundert die Prognose eines weiteren Verlustes von 3-6% der Sauerstoffkonzentrationen. Physiologisch kann warmes Wasser nicht so viel Sauerstoff aufnehmen wie kaltes Wasser, was, im Rahmen von andauernd steigenden Oberflächentemperaturen aufgrund von Klimaveränderungen zu einer direkten Sauerstoffverminderung führt. Aber Hand in Hand mit dem Anstieg der Oberflächentemperatur kommt auch eine veränderte Dichte des jetzt wärmeren Wassers hinzu. Das kalte Wasser aus tieferen Schichten des Ozeans hat eine erhöhte Wasserdichte im Vergleich zum Wasser an der Oberfläche, was dazu führt, dass sich diese nur erschwerter vermischen. Letztendlich bedeutet dies, dass wir uns nicht nur mit dem erhitzten Wasser an der Oberfläche, welches weniger O2 als zuvor fassen kann, konfrontiert sehen, sondern auch mit einer Malabsorption der verringerten Sauerstoffmenge aus der Oberflächenschicht.

Der üblicherweise als Korallenbleiche oder Korallensterben bekannte Prozess wird durch zunehmende Wassertemperaturen induziert. Die Kooperation zwischen Korallen und Algen ist von ausgesprochen besonderer und innovativer Natur. Die Korallen haben sehr hohe Lichtbedürftigkeit, welche auf der Symbiose mit den Algen basiert, die in den Zellen der Koralle leben und ihnen auch ihre satten Farben verleihen. Die von der Koralle durch Stoffwechselvorgänge erzeugten Abbauprodukte, dienen als Dünger für die Algen und im Gegenzug stellen diese einen Teil ihrer vegetativen Photosyntheseprodukte für die Ernährung der Korallen zur Verfügung. Einige Korallenunterarten sind auf diese zusätzliche Nahrungsquelle angewiesen, da  Plankton allein sie nicht ausreichend sättigen kann. Bestimmte Umstände, zum Beispiel hohe Wassertemperaturen, können Korallen dazu veranlassen, die Algen abzustoßen. Damit geht auch ein Farbverlust und teils Tod aufgrund von Hungersnot einher.

Wal- & Haifischerei – und ihre Auswirkungen auf unser Klima

Es ist kein Geheimnis, dass die Anzahl der großen, marinen Raubtiere, wie Haie es sind, ständig abnimmt. Aktuelle Studien von unterschiedlichen, maritimen Naturschutzorganisationen zeigen allerdings eine bisher unbekannte Konsequenz. Durch die Reduzierung von Raubfischen durch Fischerei und sog. “Shark-Finnig” nimmt die Anzahl der kleineren Fische und Zooplankton enorm zu, diese produzieren mehr CO2 und dezimieren einen elementaren Teil des Phytoplanktons, da dieses ihre Hauptnahrungsquelle ist. Phytoplankton, wie in mehreren Studien wissenschaftlich belegt wurde, ist heutzutage für die Produktion von circa 70% des Sauerstoffs der Erdatmosphäre zuständig.

Wale fördern das Wachstum von Phytoplankton auf eine ganz besondere Art und Weise – da die sanften Riesen regelmäßig zwischen Tiefen von bis zu einigen hundert Metern und der Meeresoberfläche verkehren, transportieren sie wichtige Mengen an Eisen und anderen Nährstoffen über Schichten von Wasser, die sich sonst nicht vermischen würden. Das Phytoplankton an der Oberfläche gedeiht aufgrund dieser ausgewogenen Ernährung hervorragend und verarbeitet deswegen mehr CO2.

Als Taucher stehen wir alle in der Pflicht ein beispielhaftes Verhalten an den Tag zu legen, sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche, wenn wir in irgendeiner Art und Weise mit der Umwelt oder ihren Bewohnern interagieren. Ein möglicher Weg dies zu tun ist sich in der lokalen Tauchindustrie zu engagieren und aktiv zu einem Tauchvergnügen mit möglichst geringem Schaden an der Unterwasserwelt beizutragen – z.B. durch die Installation von Bojen, sodass Boote nicht den Anker auswerfen müssen.

Für diejenigen, die den zusätzlichen Schritt in Richtung einer Kohlendioxidsteuer, die gerade bei entlegenen Tauchdestinationen wichtig sein kann, gibt es unter https://www.atmosfair.de nützliche Tipps und Informationen. Auch https://www.carbontax.org/whats-a-carbon-tax/ ist eine sehr informative Website bezüglich CO2-Emissionen, allerdings mit Schwerpunkt USA.

Während Nordamerika anfängt, den Schaden zu beurteilen, den Irma auf ihrem schrecklichen Weg über die Karibischen Inseln und Florida verursacht hat, halte ich den Atem an und bete für einen Moment für die endlosen Unterwasserlandschaften und seine Bewohner, die diesen mächtigen Sturm ohne jeglichen Schutz überstehen mussten. Hoffentlich sind diese kostbaren marinen Heiligtümer noch in der Lage, sich zu regenerieren und leiden nicht zu schwer unter dem Schaden, den sie definitiv erlitten haben.

-Nina Berti Sep 2017

 

Sources

Keeling at al. 2010

IPCC 5th Assessment Report

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/lebensraum-meer/02888.html

http://www.nationalgeographic.org/activity/save-the-plankton-breathe-freely/

https://www.sharks.org/blogs/science-blog/sharks-in-decline

https://theconversation.com/how-overfishing-and-shark-finning-could-increase-the-pace-of-climate-change-67664

Photos: The Ocean Agency

My divemaster training (DMT) at PDC

Four months of hard work and a lot of fun are coming to an end. My divemaster internship in Panama Dive Center (PDC) finally ended and I will soon be a certified divemaster, a new Pro member! The enlightenment does not go as far as to having a white bright aura around me but it feels really great. Yes, I made it! Four months of learning, swimming, diving, dealing with clients, filling tanks, loading up boats, fixing equipment, workshops, practical skills and much more, all of that at the rythm of the divemaster song – despacito, suave suavecito, pasito a pasito!

I arrived as a recently certified Advanced Open Water diver with hardly 30 dives and still not completely confident about how to set up equipment and will leave as a divemaster with 115 dives and ready to guide, assist in courses, fix equipment and much more. Anything I could say would not make justice to the experience. Four months learning from great professionals in their day to day work, being part of it. Joy, fun, laughters, but also occasional frustration and exhaustion. All a person can ask for a truly unforgetable experience. This has been a long, exciting, challenging and very fun process that could only be possible thanks to all the wonderful crew that I had the chance to work with.

I am truly grateful to Camilo and Sabina, the owners of PDC for giving me the opportunity of being part of their team, sharing the passion of their lives with me and creating a very personal experience. Camilo has been my mentor during this 4 month journey across the wonders of professional diving. A lot of what I know now about diving is thanks to him. He has always performed with endless patience, optimism and great vibes and his trust in me has always been immense, which I really appreciate. If you end up in the right place with the right people, like I did, any 3 week divemaster course will never get even close to the quality of this experience. I have had not one but four professionals from whom to learn. My success in the course is not only the result of the great work of Camilo, my main instructor, but also de work of the entire team of PDC instructors: Sabina, Kim and Sofie. I have had the chance to watch their outstanding professionalism and learn from it every single day during these 4 months, both at the dive center and in our playground, the underwater world. Moreover, I shared this very enriching experience with another lovely divemaster trainee, Anais, and a team of other fantastic students – Lu, Katrin, Nina, Ari and Ani, that collectively made this experience worth a thousand regular courses. I have learnt something from every single one of them. I will remember Sabina for her oustanding teaching and organizing skills;  Kim for her rigorous and methodical work and her great humor; Sofie for her contagious enthusiasm and craziness; Anais for all her support and cheerful attitude during all our exercises and time together; Ani for her creativity and help 

and every single one of them for their valuable and unique ideas, opinions and ways of working, apart from all the fun we had together! And of course, although not a member of PDC, I also owe my success in the course to my girlfriend and PADI scuba instructor Alba. Not every one is as lucky as I am, having an instructor at home during his training! She is one of the best instructors I have met and I have learnt a lot from her, apart from benefiting from her continuous support and love.

From our fun scenarios for the Emergency first response course where someone would for example fake electrocution, to our assistant role during fun dives. From our Rescue exercise number 7 – which took quite some time until we performed it at demonstration level, namely, despacito, suave suavecito, pasito a pasito, to almost drawning during our swimming skills! Equipment exchange, discover local diving, search and recovery, night dive, discover scuba dive, snorkel guide…a looooooong list of tasks, tests, exercises that challenged us, exhausted us and most important, made us all laugh and enjoy. I am leaving a group of life-lasting mentors and friends.

I will miss Coiba and its wonders. The long boat rides under a burning sun or under a stormy apocalyptic sky, either of them equally amazing. The exciting dives under a strong current that brought to us the magic of the sea in all its splendour: hugeschools of jacks, snappers, barracudas, grunts, stingrays, eagle and devil rays… The more relaxing dives and all the wonderful reef inhabitants: gigantic moray eels, octopuses, frog fish, sea horses, triggerfish, and all the colorful fish like the moorish idol, the barber fish, parrot fish, angelfish and all the different kinds of puffer and porcupinefish. The unforgetable encounters with the lazy white tip sharks, the elegant turtles and the impressive humpback whales breaching the surface and delighting us with their magical songs. Pure, concentrated awesomeness.

I will also miss Santa Catalina. The beautiful Estero beach, the quietness and clean air, the sound of the waves at night and of the birds in the morning, the ‚carros‘ bringing loads of veggies and fruit, the mango and avocado trees, all the coconuts we used to pick up on the beach, the multiple pot luck dinners we shared with friends, the surfers riding the waves…four truly unbelievable months!

It is over now and the only thing left is to wish a similarly amazing experience to all newcomers at PDC. Enjoy it. Take the opportunity to immerse yourself in the experience. Take from them and give back! Thank you all PDC members for an awesome time!

Besucher der Regenzeit – Teil 2

Buckelwale sind wegen ihrer enormen Größe, ihrer magischen Walsgesänge und ihrer atemberaubenden aeroben Akrobatik leicht zu erkennen, oft verursachen sie mit ihren enormen Körpern fontänengleiche Spritzer im Wasser. Ein ausgewachsener Buckelwal wiegt mehr als 5 erwachsene Elefanten und misst bis zu fast 20 Meter Länge, die Größe eines großen Busses. Buckelwale besitzen eine massive Schwanzflosse namens Fluke und ungewöhnlich lange Brustflossen (1/3 die Länge ihres Körpers!), die sie für die Navigation durch die Ozeane der Welt verwenden.

Buckelwale haben eine sehr abwechslungsreiche Ernährung bestehend aus Krill, Plankton und kleinen Fischen wie Lachs, Hering und Makrelen. Sie haben keine Zähne, sondern Ballenteller mit Borsten, die an ihnen befestigt sind und verhindern, dass kleine Beute entkommen kann, aber gleichzeit Wasser leicht durchlaufen lassen. Da sie keine Zähne haben, müssen sie ihre Beute ganz verschlingen. Die Art, wie sie jagen, ist ein echtes Schauspiel. Sie verwenden eine Technik, die als Blasennetz-Beutefang bezeichnet wird. Dies beinhaltet eine Gruppe von Buckelwalen, die um ihre Beute in einem Kreis schwimmen und Blasen um ihre Beute machen, um die Fische in einen engen Raum zu bringen und laute Stimmklänge zu erzeugen, um sie zu erschrecken und an die Oberfläche zu locken. Dann schlagen die Buckelwale ihre Flossen gegen das Wasser, um den Fisch zu betäuben und zu immobilisieren. Schließlich schwimmen die Wale mit offenen Mund  Tausenden kleinen Fischen entgegen um sie in nur einem einzigen Schluck zu verschlingen. Sie benutzen ihre Ballenbürsten, um Wasser und Schmutz von der Beute zu trennen und ihre Zunge, um das Wasser aus dem Mund zu schieben und die Beute runterzuschlucken .

 

Buckelwale fressen vor allem während der Sommer-Saison, in der sie Blasen- (Fett-) Reserven aufbauen, die sie während der Migrations- und Paarungssaison verwenden. Sie unternehmen große jährliche Wanderungen von den Sommer-Fütterungsgebieten in der Nähe der Pole wie Alaska und der Antarktis, wo sie kaltes, nährstoffreiches Wasser genießen, in wärmere Winterzuchtgewässer in der Nähe des Äquators, wo sie sich paaren. Dies bedeutet, dass die Buckelwale, die wir in Coiba sehen können, Tausende von Meilen den ganzen Weg von der Antarktis zurückgelegt haben. Das ist die länste Wanderung, die je ein Säugetier zurückgelegt hat! Darüber hinaus werden sie während dieser langen Migration und ihrer Zeit in Coiba fasten. Sie fressen kaum und leben vor allem von den in der Fütterungszeit erworbenen Fettreserven! Ihre Zeit in Coiba ist die Gegensaison, so dass sie sich hier entweder paaren oder, im Falle von schwangeren Weibchen, gebären.

Weibchen gebären einmal alle 2-3 Jahre einen einzigen Nachkommen. Die durchschnittliche Tragzeit beträgt 11-12 Monate. Dies bedeutet, dass ein weiblicher Buckelwal in Coiba in einem Jahr befruchtet wird, schwanger zurück zum Südpol wandert, wo er sich für ein paar Monate Fettreserven anfrisst, um dann im nächsten Jahr wiederum Tausende von Meilen zurückzulegen, um in den sichereren und warmen Gewässern wie Coiba das Kalb zu gebären. Die Mutter wird das Kalb, das bis zu 600 L Muttermilch an nur einem Tag trinkt, für etwa ein Jahr pflegen. Mit ungefähr zehn Jahren erreicht das Kalb die volle erwachsene Reif.

Das Lied eines Buckelwals ist wunderschön, einzigartig und kann lange dauern. Stell‘ Dir vor, Du bist unter Wasser und plötzlich hörst Du eine sehr komplexe und laute Mischung aus niedrigem Stöhnen, Jammern und Heulen. Du siehst dich um, um die Quelle zu finden. Der Klang ist überall, aber Du kannst nicht sehen, woher er kommt, und du weißt, dass dieses Orchester das Werk eines dieser riesigen Burschen ist, die vielleicht ein paar Meilen von dir entfernt sind, da ihre magischen Lieder über große Entfernungen durch den Ozean reisen können . Kannst du dir das vorstellen? Glaub mir, es ist ein unvergessliches Erlebnis. Und es ist noch erstaunlicher angesichts der Tatsache, dass Buckelwale keine Stimmbänder haben und nicht in der Lage sind, durch ihren Mund zu atmen, so dass alle ihre Geräusche produziert werden, indem sie Luft aus ihrem Blasloch herausdrücken. Die Lieder sind von Geheimnis umgeben. Wir verstehen immer noch nicht die beeindruckende Fähigkeit, Lieder von solcher Komplexität zu produzieren, und wir sind nicht sicher, welchen Zwecken sie erfüllen.

 

Typischerweise singt eine Population von männlichen Buckelwalen eine Variation des gleichen Liedes. Weil Wallieder exklusiv von Männchen gesungen werden, wird davon ausgegangen, dass das Lied ein Mechanismus für die Paarung sein könnte, der von Männchen benutzt wird, um ihre stimmlichen Fähigkeiten zu zeigen und Frauen zu beeindrucken. Wenn das richtig ist und Du mal die Chance hast, ein Wallied zu hören, denk daran, dass Du eines der komplexesten akustischen Paarungsrituale im Tierreich hörst. Allerdings sind weibliche Buckelwale sehr selten aufgezeichnet worden, die sich einem singenden männlichen Wal nähern. Zudem singen männliche Buckelwale nicht ausschließlich während der Paarungszeit. Deshalb glauben einige Wissenschaftler, dass es einen anderen Zweck hinter ihren Liedern geben muss. Vielleicht fungieren sie als synchronisierende Symphonien, die die Migration von Walgruppen führen. Wir wissen es nicht.

 

Diese erstaunlichen Kreaturen wurden einst wegen der übermäßigen Jagd und des kommerziellen Walfangs als sehr gefährdet angesehen. Seitdem haben sie ein riesiges Comeback durch den Schutz der Gesetze und eine allgemeine Zunahme des Umweltbewusstseins unter der Öffentlichkeit erlebt. Aus Sicht des Umweltschutzes werden die meisten Populationen heute nicht mehr gefährdet betrachtet. Allerdings stehen sie immer noch vor einer Reihe von Bedrohungen durch Menschen, wie der Verwicklung in Fischernetzen, Belästigung von Walbeobachtern, Bootskollisionen, Überfischung, die ihre Fütterungsgründe beeinträchtigt, sowie Wasser- und Lärmbelästigung und andere Umwelteinwirkungen auf ihren Lebensraum. Die Verwicklung in Fischernetzen und anderen dass bei Marineabfällen treten vor allem bei langen Migrationen auf. Schiffskanäle und Küstenveränderungen können Wale verdrängen und sie von der Zucht in einem Gebiet abwenden, das sie normalerweise verwenden würden. Die in Mittelamerika wandernde Bevölkerung gehört zu den noch gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Sei nicht entmutigt, es wird viel getan, um ihre Situation zu verbessern. Ich bitte Dich nur, wenn du Wale sehen möchtest, wo immer das auch sein mag, sorge dafür, dass du nach verantwortungsvollen Operationen suchst, die adäquaten Richtlinien für die Walbeobachtung folgen.

-Von Rodrigo Villarino

Besucher der Regenzeit – Teil 1

Diese Zeit des Jahres ist eine ganz besondere in Santa Catalina. Wir haben hohen Besuch, der wie jedes Jahr in den Monaten Juli bis September nach Coiba kommt, um uns mit seiner magischen und atemberaubenden Anwesenheit zu begeistern. Diese Freunde von uns, mit denen wir die Wunder dieser einzigartigen Unterwasserwelt für ein paar Monate teilen, sind die Buckelwale.

 

In der internationalen Tauchgesellschaft hat es sich bereits herumgesprochen, dass sich hier zu dieser Zeit die Möglichkeit bietet, diese majestätischen Giganten zu sehen. Taucher aus aller Welt kommen zu uns um die Chance zu haben, sie unter Wasser oder zumindest an der Oberfläche während unserer Bootsfahrten zu sehen. Da diese Mischung aus Vorfreude und Aufregung sehr ansteckend wirkt sind natürlich auch alle Mitarbeiter im Tauchshop voller Begeisterung. Wale sind bekannt dafür diese Wirkung auf unsereins zu haben. Ihre majestätische, kraftvolle und zugleich stille Natur geben uns Anlass die Fantasien spielen zu lassen! Wenn ich die Vorfreude in den Augen unseren Klienten sehe und Zeuge der Ausrufe und schieren Begeisterung werden darf, wenn wir dann den Walen tatsächlich begegnen, denke ich mir: „Das ist es, wofür ich lebe“. Wenn ich die Glückseligkeit der Taucher nach diesem wahr gewordenen Traum beobachte fühle ich mich wirklich erfüllt.

 

Obwohl Sichtungen unter Wasser sehr rare Ereignisse sind, sieht man die Buckelwale in diesen Monaten ziemlich häufig an der Oberfläche. Manchmal sieht jemand den ersten Strahl Wasser senkrecht gen Himmel schießen, manchmal sehen wir eine Herde an der Oberfläche und wenn wir ganz viel Glück haben, dann können wir die volle Größe dieser wunderbaren Kreaturen in einem spektakulären Sprung aus dem Wasser beobachten, was im Fachjargon als “Breaching” bezeichnet wird. Egal wie die Sichtungen beginnen, sie folgen demselben Schema: Ein lauter Ausruf “Wale!” um die Aufmerksamkeit in die entsprechende Richtung zu lenken und schon reihen sich alle Bootspassagiere aneinander um die beste Sicht zu haben. Wenn die Wale auftauchen  hört man etliche Ausdrücke der Begeisterung von allen Seiten und wenn sie abtauchen, dann hört man keinen Mucks und die Taucher und Schnorchler prüfen die Wasseroberfläche voller Sorgfalt und warten auf die nächste, vielversprechende Fontäne.

 

Bisher zähle ich noch nicht zu den außerordentlich glücklichen Personen, die die Wale unter Wasser sehen durften, aber ein Tauchinstruktor, dem dieses Glück vor kurzem zu Teil wurde, beschrieb mir die Erfahrung und hat mir so einen Einblick gewährt in die überwältigende Bedeutung dieser Erfahrung. Sein Strahlen, welches sich vom Lachen bis in die Augen ausbreitete, wirkte fast schon ansteckend auf mich. Die respekt- und liebevolle Art und Weise in der er die Begegnung schilderte hat mich sehr berührt. Ich versuchte, mir mich selbst vorzustellen, während mein Freund mir die Wale wie Wesen aus einer anderen Welt beschrieb, über die Größe ihrer Flossen, ihre Eleganz, und ihre majestätische Präsenz erzählte.

 

Auf was wartest Du? Komm nach Santa Catalina, besuche Coiba und komme in den Genuss die Schönheit und das Geheimnis dieser schönen Tiere zu bewundern. Wenn Du dein Wissen über Buckelwale noch erweitern möchtest, dann schau doch nächste Woche wieder hier auf dem Blog vorbei, denn dann wird es einen weiteren Eintrag voll mit interessanten Fakten, Fotos und auch Videos geben.

Lass uns die Magie des Ozeans gemeinsam erleben! Wir warten auf dich!

-Von Rodrigo Villarino

Santa Catalina, Panama – Ein kleines „Paradies-ABC“

Hätte man mich vor fünf Jahren gefragt, so hätte ich dasselbe gesagt wie vor zwei Monaten – In Panama wird Spanisch gesprochen (oder zumindest eine Sprache die verhältnismäßig nahe an das vor Jahrzehnten in der Schule gelernt Spanisch herankommt), es ist höchstwahrscheinlich ziemlich warm und ich würde es ausgesprochen gerne mal bereisen. Vor zwei Monaten war es genauso wahrscheinlich für mich in die Antarktis zu reisen wie in Santa Catalina zu leben – aber hier bin ich nun, auf dem Weg meinen Lebensrhythmus in diesem idyllischen und authentischen Fischerdorf im Südwesten von Panama zu finden.

 

Als deutscher Expat bin ich der englischen Sprache fließend mächtig, meine Spanischkenntnisse jedoch waren vor meinem Entschluss eine Praktikumsstelle im Panama Dive Center anzutreten beschränkt auf ‘Vamos a la playa’, Tequila und den Refrain von ‘La Cucaracha’. Mit der unglaublich geduldigen Unterstützung meiner Kollegen und meinem guten Freund Rosetta Stone (Anm.: Software für Sprachunterricht, wird im PDC aktuell für Spanisch, Französisch und Deutsch getestet) habe ich vor bis November, wenn ich Panama verlassen werde, zumindest in Basiskonversationen fließend zu sprechen. Bisher sind und bleiben meine meistgebrauchten Sätze aber “Disculpe, hablo solo un poquito Español” (“Verzeihen Sie, ich spreche nur ein kleines bisschen Spanisch”), “¿Cómo se dice … en español?” (“Wie sagt man … auf Spanisch?”) und “una Balboa, por favor” (“Ein Balboa [nationale Biermarke], bitte”). Aber um alle, die möglicherweise in der selben Situation stecken, zu ermutigen: Lasst euch nicht von ungenügenden Sprachkenntnissen von einem Abenteuer in Zentralamerika abhalten! Es scheint als würde ich jeden Tag das doppelte der Vokabeln lernen, die ich bereits beherrsche, aber stetig Fortschritte zu bemerken ist wohl die erstrebenswerteste Belohnung wenn man eine neue Sprache lernt.

 

Wenn ich an Lateinamerika denke kommen mir gleich zu Beginn die Nationalgerichte der unterschiedlichen Länder in den Sinn. Ob das nun der Norden mit Mexicos scharfen Tacos und Enchiladas ist, das sogenannte Gallo Pinot in Nicaragua oder die weltberühmten Asados (Grills) in Argentinien. Aber was ist das Nationalgericht von Panama? Ich war mir zumindest sicher noch nie davon gehört zu haben. Aber es dauerte nicht lange, bis ich diese Wissenslücke füllen konnte: Entlang der pazifischen und karibischen Küsten bestehen die Küchen zu großen Anteilen aus frischen Meeresfrüchten, tropischen Früchten und (Wurzel-)Gemüse. Die Panamaer haben neben der geteilten Währung (US$) noch eine andere Gemeinsamkeit mit den Vereinigten Staaten von Amerika: Sie lieben es alles zu frittieren, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Aber wer wäre ich mich darüber zu beschweren, diese Angewohnheit bringt uns in den Genuss von Patacones. Dies sind frittierte Scheiben grüner Bananen – ein Rezept, welches es bereits jetzt in meinen sehr begrenzten Schatz von internationalen Gerichten geschafft. Diese Ehre teilt es nur mit zwei anderen meiner Lieblingsspeisen!

In meinen Augen einer der größten Vorteile und gleichzeitig überraschendsten Fakten bezüglich des Essens sind die sehr variablen Optionen für Fleischliebhaber, Vegetarier und sogar Veganer und obwohl ich mich den größten Teil der Zeit vegetarisch ernähre denke ich, es ist verhältnismäßig einfach sich nach den unterschiedlichsten diätetischen Vorgaben zu ernähren. Sogar ich habe Tage, die ich mit einer frischen Kokosnuss vom Strand starte (falls Schwierigkeiten mit dem Knacken einer Kokosnuss bestehen: Unser Divemaster-Schüler Rodrigo ist ein großartiger Lehrer bezüglich solcher Überlebenstricks), knabber mich durch eine unverhältnismäßige Menge von Melonenscheiben, hilf mir mit ein paar Bananen- und Ananasstücken vom lokalen Fruchtlieferanten über den Nachmittag und genieße zum Abschluss des Tages angenehm gekühlte Mangostanen und einen eiskalten, selbstgepressten Fruchtsaft – für mich selbst sprechend kann ich offen und ehrlich behaupten, dass gesund essen selten so einfach war!

Auch die Vielfalt der unterschiedlichen Restaurants in Santa Catalina ist hier zu erwähnen. Manchmal fällt die Wahl zwischen einer ausgezeichneten Pizzeria (Jammin Hostel und Pizzeria), einem original-argentinischem Lokal und den etlichen anderen Gaststätten, die unter anderem solch für die Region untypische Spezialitäten wie Sushi anbieten, gar nicht so einfach.

 

In enger Verbundenheit zu den Speisemöglichkeiten steht auch die durchschnitten Preisspanne, in die Santa Catalina fällt. Während ein durchschnittliches Abendessen inkl. Getränke für eine Person bei ungefähr 13US$ liegt, so ist es die Abgeschiedenheit vom Rest der panamaischen Zivilisation die es möglich macht, dass eine Packung Zahnpasta ungefähr 3US$ kosten kann. Kosmetika im Allgemeinen sind teurer als in anderen Ländern oder auch Panama City. Bezüglich Essen spiegelt es sich vor allem in westlichen Luxusartikeln wieder wie Käse (ungefähr 5US$ für einen faustgroßen Leib) und frischer Milch (ca. 2US$/L). Die billigsten Unterkünfte variieren zwischen 15US$ für ein Bett im Schlafsaal (Hostel Villa Vento Surf) bis 20US$ für ein Einzelzimmer (Cabañas Las Palmeras) aber können auch bis zu 80US$ pro Nacht/pP steigen (Hotel Santa Catalina). Als Tourist würde ich persönlich wohl ca. 30US$/Tag für Verpflegung und Unterkunft ausgeben, zuzüglich kommen dann noch die Kosten für Tagesausflüge wie Tauchtrips, Schnorcheln oder Delphin- und Walbeobachtungstouren. Ein Surfboard kann für ca. 10US$ pro Tag gemietet werden. Das bekannteste nationale Bier heißt “Balboa” (Was auch der Name für die panamaische Währung ist, welche zu einer Rate von 1:1 an den US$ gebunden ist) und ist normalerweise für 1-2$ pro Flasche zu erhalten.

 

Wie ist es also in einem kleinem, touristischem Fischerdorf zu leben, in dem man das alltägliche Leben mit Ortsansässigen und durchreisenden Touristen teilt? Ich beschreibe es gerne als mein persönliches Paradies, obgleich man nicht alles durch die rosarote Brille betrachten darf: Lass es die Luftfeuchtigkeit und schwüle Hitze sein, die dich und all deine Kleidungsstücke, Handtücher und Bettlaken den gesamten Tag über verschwitzt und feucht hält (vorausgesetzt es regnet nicht. Habe ich erwähnt, dass die Regenzeit in unterschiedlichen Härtestufen von April bis November dauert?), die Moskitos und Ameisen, die es unmöglich lassen das Mittagessen auch nur für eine Sekunde unbeobachtet zu lassen oder einfach der komplette Verlust von jeglichem Gefühl für Datum und Wochentag (Zum Glück helfen mir meine Schichten im Panama Dive Center zumindest die Uhrzeit etwas besser im Blick zu behalten). Aber all diese kleinen Unannehmlichkeiten stehen für mich in keinem Verhältnis zu dem großartigen Gefühl von Zufriedenheit und Zugehörigkeit, welches ich hier empfinde. Vielleicht sind es die langen Abende mit vielen Freunden und einer guten Flasche Wein, die Sonnenuntergänge am Strand, der erste Versuch auf einer Weile zu surfen, die bereits international bekannte Surflegenden hervorgebracht hat, die Unendliche Reichhaltigkeit der lokalen Flora und Fauna oder die atemberaubende “versteckte Welt”, die sich direkt unter der Wasseroberfläche im Coiba Nationalpark abspielt, die diesen Ort für mich so magisch erscheinen lassen. Mit seinen knapp 400 Einwohnern ist Santa Catalina wirklich ein Dörfchen und wenn man die Möglichekeit hat hier etwas mehr Zeit zu verbringen, so dauert es nicht lange, bis man ein Gefühl für diesen Ort entwickelt. Jeden Tag übernimmt jemand anderes die Aufgabe deinen Tag mit feuriger, spanischer Musik zu untermalen bis lange nachdem die Sonne untergegangen ist, man erkennt mehr und mehr bekannte Gesichter wenn man seiner alltäglichen Routine nachgeht, die meisten mehr als offen dich in die Gemeinschaft zu integrieren und bevor man es merkt weiß man, an welchen Ecken man die billigsten und besten Fruchttrucks findet.

 

Wie bereits zuvor erwähnt – Santa Catalina ist ein potenzielles Paradies. Ob es das für dich auch sein wird hängt vor allem von deinen persönlichen Prinzipien und Wertvorstellungen ab, aber die Grundlage die geboten wird ist ziemlich vielversprechend und ich sehe keinen anderen Weg als einzutauchen und sich mitreißen zu lassen von dem gelassenen und relaxten Lifestyle in einem Umfeld, indem andere normalerweise auf ein paar Tage ihres Jahresurlaubs beschränkt sind.

-Von Nina Berti

Pufferfisch

Wenn Du einmal die Chance hattest, im Coiba Nationalpark in Panama zu tauchen, hattest Du sicher die Gelegenheit, die Vielfalt der Pufferfische zu bewundern. In der Tat, diese faszinierenden kleinen Fische durchqueren die Reserve in großer Zahl und überraschen uns mit ihrer Vielfalt in Farben. Allerdings wissen wir sehr wenig über diese Art, ihre Besonderheiten und ihre Gewohnheiten. Mit diesem Artikel wollen wir versuchen, einige der Fragen zu beantworten und  ein wenig mehr Einblick über diese faszinierenden Kreaturen zu geben.

Wie heißen sie wirklich?

Neben den Bezeichnungen Ballonfisch, Globusfisch, Pufferfisch, ist sein richtiger Name  Tetraodontidae (glatte Puffer) oder Diodontidae (stachelige Puffer), viel schwieriger auszusprechen.

Wie sehen sie aus?

Es gibt 121 Arten von Pufferfischen, es ist also möglich, auf einige wenige in einer Anzahl von Arten zu treffen. Was sie gemeinsam haben, ist die Form ihres Körpers, langgestreckt und kugelförmig. Alle Pufferfische haben fünf Flossen, zwei Brust-, eine Dorsal-, eine Bauch- und eine Schwanzflosse. Ihre Haut ist hart, glatt und ohne Schuppen. Einige von ihnen haben helle Farben, die ihre Gefahr und Toxizität angeben, während andere diskretere Farben haben, die es ihnen ermöglichen, sich ihrer Umgebung anzupassen. Darüber hinaus haben viele von ihnen die Möglichkeit, ihre Farbe zu ändern, um sich an Veränderungen in der Umgebung anzupassen. Diese Änderungen können diskret sein, Variationen in Farbtönen, Kontraste oder sehr überraschende, Änderungen der Gesamtfarbe von gelb nach schwarz mit weißen Flecken. In der Größe gibt es auch eine große Vielfalt: Es ist möglich, Arten von Ballonfischen von nur 2,5 cm Länge zu treffen, während andere bis zu 100 cm Länge erreichen können.

Was fressen sie?

Die Nahrung von Pufferfischen besteht hauptsächlich aus wirbellosen Spezien und Algen. Sie haben vier Zähne, zwei zentriert auf dem Oberkiefer und zwei auf dem Unterkiefer. Dieses Gebiss hat das Aussehen eines Schnabels und erlaubt den größten Exemplaren, die Krebstiere zu brechen, die auch Teil ihrer Nahrung sind.

Warum blasen sich einige auf?

Pufferfische sind sehr langsam und es ist sehr schwierig für sie, ihren Raubtieren zu entkommen. So erlaubt das Aufblasen ihnen, ihre Angreifer zu erschrecken. Sie können das bis zu Dreifache ihrer ursprünglichen Größe erreichen. Um eine solche Umwandlung zu erreichen, nutzt der Globusfisch die beeindruckende Elastizität seines Magens und nimmt schnell eine große Menge an Wasser oder sogar Luft auf, wenn nötig. Er sieht dann wie eine Art Ball aus, oft mit Dornen bedeckt, was die meisten Raubtiere davon abhält, näher zu kommen.

Wie verteidigen sie sich sonst noch?

Trotz ihrer Langsamkeit haben Pufferfische ein sehr gutes Sehvermögen und können ihre Augen unabhängig voneinander ausrichten. Sie sind auch in der Lage, leicht in alle Richtungen im Wasser zu manövrieren. Diese beiden Fähigkeiten erlauben ihnen, Drohungen reichtzeitig zu bemerken, sich zu verbergen oder aufzublasen.
Zusätzlich sind einige Pufferfische mit Dornen überzogen, die aufgeblasen anhaften sie ungenießbar machen. Darüber hinaus produzieren fast alle Pufferfische Tetrodotoxin, eine sehr giftige Substanz in ihren inneren Organen und Haut. Es scheint, dass sie dieses Toxin durch die Synthese der Bakterien in ihrer Nahrung produzieren. Wenn ihn also ein Raubtier fängt, bevor er schwillt, kann es das bereuen. In der Tat ist diese Substanz 1200 mal gefährlicher als Cyanid und tödlich für fast alle Raubtiere. Die Dosis dieses Toxins, das in einem einzigen Ballonfisch vorhanden ist, kann bis zu 30 erwachsene Menschen töten, und es gibt keine bekannte Heilung. So verbergen sie unter ihrem unerschütterlichen Gesicht ein echtes Mörderpotential, das sie nach dem giftigen goldenen Frosch auch als zweitbeste Toxie der Welt klassifiziert.

Wie vermehren sie sich?

In Salzwasser bringt normalerweise das Männchen das Weibchen an die Oberfläche, wo es zwischen drei und sieben Eiern freigibt, die das Männchen anschließend befruchtet. Die Eier bleiben auf der Oberfläche und schlüpfen nach etwa vier bis sieben Tagen. Doch eine Art von Globusfisch zeichnet sich durch ihr besonderes Balzverhalten aus: der japanische Pufferfisch. Dieser schafft Nester, die echte architektonische Meisterwerke sind, um die Weibchen anzuziehen (https://www.youtube.com/watch?v=FV1C_HvP8P0).
In frischem Wasser ist die Aufgabe komplizierter für die Männchen, die sich von anderen unterscheiden müssen, um von dem Weibchen gewählt zu werden. Er zieht sie in einen geschützten Ort, um ihre Eier freizugeben, die er befruchten wird. In Gefangenschaft wurde beobachtet, dass das Männchen die Eier bis zum Schlüpfen schützt.

 

Ein leckeres Essen?

Durch ihre Toxizität sind Pufferfische sehr kompliziert zu essen. In der Tat, nur eine sehr vorsorgliche Vorbereitung macht den Verzehr möglich. Trotz dieser Gefahr ist „takifugu puffer“ ein außergewöhnliches Gericht in Japan geworden. Obwohl es nur von wenigen Köchen zubereitet wird, werden jedes Jahr einige Leute ins Krankenhaus eingeliefert und sterben, durch Fugu vergiftet. Der Verzehr ist dem Kaiser sogar verboten. Diese Gefahr erschreckt nicht die Japaner, für die es eine luxuriöse Delikatesse ist. Ein Teller Fugu kann zwischen $ 20 und $ 50 kosten, der ganze Fisch wird zwischen $ 100 und $ 200 verkauft. In anderen Gegenden Japans wird auf einige Pufferfischfarmen die Ernährung der Pufferfische überwacht und werden somit „entgiftet“, so dass sie einfacher zu verzehren sind.

Eine vom Aussterben bedrohte Spezie?

Im Coiba Nationalpark kannst Du über 7 verschiedene Arten von Pufferfisch bewundern. Das ist nicht überall auf der Welt so. In der Tat werden einige Arten von Verschmutzung, Überfischung und Zerstörung von Riffen bedroht. Dies ist besonders bei dem japanischen Pufferfisch der Fall, dessen Bevölkerung in den letzten 40 Jahren um 99% zurückgegangen ist, sowie der Canthigaster Cyanetron, der rot gefüllte Pufferfisch und der Zwergpuffer, der vor kurzem als gefährdete Spezies eingestuft wurde, die vom Aussterben bedroht sind.

-von Anaïs Yvinou

 

Sources:

http://www.nationalgeographic.com/animals/fish/group/puffer fish/

https://en.wikipedia.org/wiki/Tetraodontidae

http://vieoceane.free.fr/poissons/familles/Tetraodontidae/fiche1.html

http://ipfactly.com/puffer fish/

https://www.aquaportail.com/taxonomie-famille-177-tetraodontidae.html

https://a-z-animals.com › A-Z Animals › Animals › Puffer Fish

https://diverswhowanttolearnmore.wordpress.com/2014/11/16/tetraodontidae-puffer fish-vs-porcupinefish/

eol.org/pages/5056/overview

Coiba National Park: A UNESCO Site in Danger?

@inspiredbymaps view of the ranger´s station from the top

World heritage sites are places whose characteristics set them apart from a merely beautiful scenic site.  They are unique and have an intrinsic „Outstanding Universal Value“ (OUV) that reflects the wealth and diversity of the Earth’s cultural and natural heritage. Because of their outstanding value, World Heritage sites belong to all the peoples of the world, irrespective of the territory on which they are located. Their protection benefits every single one of us and therefore, it is the duty of the international community as a whole to cooperate in their preservation.

Coiba National park and its Special Zone of Marine Protection (SZMP) were included in the list of Unesco World heritage sites in 2005. It is an area of breath-taking beauty that stirs the heart of its visitors. But apart from its beauty, what makes Coiba special? What is its OUV?

To be included in the World Heritage list, a site has to meet at least 1 out of 10 selection criteria. Coiba meets Unesco criteria (ix) and (x) for inclusion in the World heritage list of natural sites. You can find these criteria and why Coiba meets them here.

In simple words, Coiba holds communities of plants and animals which are essential for the well-being of our entire planet. Coiba is extremely reach in biodiversity, with many of its plant and animal species not found anywhere else in the world. These species in many instances play key roles in processes responsible for the health of our oceans. If we don’t have healthy oceans we are in SERIOUS TROUBLE. This is why Coiba is a World Heritage site and why it must be protected.

The State Parties are countries that adhere to the World Heritage Convention, nominate sites within their national territory to be considered for inscription in the list and have the responsibility to protect the World Heritage values of the sites inscribed. The benefits of joining the list are multiple. It often serves as a catalyst to raising awareness for heritage preservation. It provides access to the World Heritage fund. Sites also benefit from the elaboration and implementation of a comprehensive management plan and experts offer technical training to the local site management team.

The World Heritage Committee consists of representatives from 21 of the States Parties to the Convention elected for terms up to six years. It meets once a year and is responsible for the implementation of the World Heritage Convention. It allocates financial assistance from the World Heritage Fund and has the final say on whether a site is inscribed on the World Heritage List. It also examines reports on the state of conservation of inscribed sites and decides on the inscription or removal of sites on the List of World Heritage in Danger.

The World Heritage Committee can inscribe on the List of World Heritage in Danger properties that face threats to their World Heritage values and once a site has been Inscribed on the List of World Heritage in Danger, the World Heritage Committee can allocate immediate assistance from the World Heritage Fund to the endangered property. The Committee then develops and adopts, in consultation with the State Party concerned, a program for corrective measures, and subsequently monitors the situation of the site. It also alerts the international community so that it can join efforts to save these endangered sites.

All this is important because the World Heritage Committee has warned the State Party of Panama that, should management of Coiba and the SZMP continue in the same direction, the Committee will consider including the site in the List of World Heritage in Danger. In other words, the Committee thinks that the outstanding universal value of Coiba and its SZMP may be in danger.

An IUCN (International Union for Conservation of Nature) Reactive Monitoring mission visited the property (Coiba and the SZMP) from 28 November to 3 December 2016, in order to present conservation issues to the World Heritage Committee. On 30 January 2017, the State Party of Panama submitted a report on the state of conservation of the property. Both reports are available here. You can find a summary of the conclusions and decisions adopted by the Committee in its last decision (Draft decision: 41 COM 7B.17)  here. Briefly, the Committee indicated that:

  • the management of Coiba’s marine component continues to face significant challenges, with declines having been reported for some key marine values, and with little progress reported in the implementation of the Committee’s requests related to the management and control of fisheries.
  • the draft regulations proposed by the State Party include provisions for types of activities that would be incompatible with the World Heritage status of the property, particularly industrial fishing.

Basically, the take-home message is that certain fishing activities are allowed within the park which are absolutely incompatible with the World Heritage status of Coiba and which are having a serious negative impact on Coiba’s outstanding universal value. What is most disturbing and frustrating is that the World Heritage Committee has been repeatedly expressing concerns to the State Party in the past years over the absence of effective fisheries regulations within the property, with apparently little effect. The Committee has repeatedly requested the State Party to take immediate measures to ensure that fishing is strictly controlled and that fisheries permitted within the property are sustainable,  guaranteeing that activities such as industrial fishing are not permitted within the property. The World Heritage Committee has indicated that if by its 42nd session in 2018 there has not been substantial progress in protecting the property from unsustainable fisheries, Coiba and its SZMP may be included on the List of World Heritage in Danger.

Although the listing of Coiba as World Heritage in Danger may be perceived as a dishonor, it may actually be a good turning point, focusing international attention on its problems and obtaining expert assistance in solving them. However, we believe the listing of Coiba in the World Heritage in Danger would not be necessary if the State Party complied with requests from the World Heritage Committee. Hopefully, the State Party will take note of the requests and we will soon see major positive changes in the management of Coiba’s marine component. Coiba is a special place, part of our natural heritage and it should be treated as such. Let’s not forget it.

– by Rodrigo Villarino

Hammerhaie, Nachttauchgänge und Jicarón

Mitte April 2017 haben sich die Mitarbeiter des Panama Dive Centers ein paar Tage freigenommen, um endlich einen lang geplanten Ausflug zum Coiba Nationalpark zu machen. Zwei Tage atemberaubendes Tauchen an Orten, die zu weit weg sind, um sie auf Tagesausflügen zu erreichen, eine Nacht auf der Hauptinsel Coiba mit leckerem Essen, viel Bier, Wein und guter Gesellschaft waren ein wohlverdientes Ende der Hochsaison in Panama.

Wir brachen am 21. April gegen 9 Uhr in Santa Catalina auf. Wie sich jedoch viele von euch, die schon mit dem Panama Dive Center tauchen waren, erinnern werden, verlässt niemand Catalina, ohne seinen allmorgendlichen Kaffee. Mit zwei Booten, Aracelli und Yuri, unseren beiden Kapitänen Rubén und Eddie und den helfenden Händen unserer Assistenten Jorge und Solin stachen also zwölf begeisterte Taucher in See – Ziel: Coiba. Nach zwei Stunden holpriger Bootsfahrt kamen wir in Contreras an, einer der schönsten Orte zum Tauchen im Nationalpark, nördlich der Insel Coiba.

Die Tauchspots Montaña Rusa und Sueño de Pescador sind bekannt für ihr Artenreichtum und beeindruckende Unterwasserwelt – große Schwärme von Schnappern und Hebern, Anglerfische und Riffhaie stehen auf der Tagesordnung. Unser Favorit unter den Meeresbewohnern besuchte uns in „Sueño de Pescador“: ein Hammerhai, der seelenruhig an uns vorbeischwamm, ohne die Menge an seltsamen Kreaturen, die ihn mit Metallzylindern auf dem Rücken beobachteten, überhaupt wahrzunehmen schien.

 

Auf der Hauptinsel Coiba, nachdem die Betten verteilt, das Mittagessen verspeist und nach einer kleinen Wanderung auf der Insel wieder verdaut war, war es für unsere „Divemasters in Training“ an der Zeit, ihren Nachttauchgang durchzuführen. Bei Sonnenuntergang fuhren vier von uns, ausgerüstet mit Taschenlampen, auf dem Boot zu einem Tauchspot in der Nähe der Insel, um die atemberaubende Unterwasserwelt Coiba bei Nacht zu erforschen. Wir waren begeistert. Unser Kapitän und Assistent allerdings, die sich mit der Vorstellung, im Dunkeln das Boot zu ankern und zurück zur Insel zu schwimmen, nicht anfreunden konnten, eher weniger. Denn nachts besuchen auch Inselkrokodil Tito und seine Kollegen die Strände der Inseln. Trotz der Beschwerden war der Nightdive und die Möglichkeit, Unterwasserwesen während ihrer „nächtlichen“ Routine zu beobachten, zumindest für diese vier von uns, einer der Höhepunkte der Reise und niemand wurde aufgefressen. Ein köstliches Abendessen, ein paar Bier und ein paar Gläser Wein waren ein perfektes Ende für einen wunderbaren Tauchtag.

Am nächsten Tag fuhren wir zur Isla Jicarón, einem der südlichen Teile des Coiba Nationalparks. Da  sich diese Tauchspots mehr als 2 Stunden entfernt von Santa Catalina befinden, waren sie für viele von uns neu. Dementsprechend war die ganze Gruppe voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tauchgänge.

Die Tauchspots „La catedral“, auf deutsch „Die Kathedrale“ und, “La lavadora“, „Die Waschmaschine“,  sind bekannt für starke Strömungen und spektakuläre Formationen von Vulkangestein unter Wasser. Sie befinden sich direkt nebeneinander und, wie Ihr euch vorstellen könnt, wurden wir beim Tauchen ordentlich durchgewirbelt – wie in einer Waschmaschine.

Mit diesen letzten, spaßigen Tauchgängen und einer langen Bootsfahrt zurück nach Santa Catalina kam unser Mitarbeiterausflug zu einem Ende. Wir haben jeden Moment in vollen Zügen genossen – vielen Dank an alle, die sich angeschlossen haben und diese tolle Erfahrung mit uns geteilt haben.

Freediving in the Pacific of Panama

Und endlich war es so weit ! Am 4. Juni haben Kim und ich unseren ersten Tag des Freedivings im Pazifik gemacht. Nachdem wir fast zwei Wochen mit dem tollen Team von Freedive Utila verbracht und die nötige Ausrüstung zusammengebracht haben, haben wir es endlich geschafft, einen Tag zu finden um alles auszuprobieren.


Rubén, unser Kapitän, und sein Bruder Melvin, der ihm als Assistent behilflich war, fanden einen tollen Platz für uns, um die Linie herunterzulassen, unser breath-up zu machen und in die Tiefe zu tauchen. Glücklicherweise, begleitete uns Camilo mit seiner Sidemount Ausrüstung und machte einige wundervolle Videos von unseren Tauchgängen. Und als ob das Gefühl dort unten zu sein nicht schön genug wäre, glitten zwei magische Kuhnasenrochen an mir vorbei, als ich die Gewichte auf einem meiner Tauchgänge erreichte. Ein Geburtstagsgeschenk für mich vom Ozean!


Wir freuen uns sehr darauf, regelmäßiges Training zu beginnen und diesen fantastischen Kurs bald zu unterrichten. Ab ungefähr mitt July wird für jeden der auch diese ganz andere Art von Freiheit erleben möchte, die Möglichkeit bestehen dieses Abendteuer bei uns zu beginnen.

 

Hier klicken um das ganze Video zu sehen!

Antennariidae – also known as Frogfish

Giant Frogfish

When the bigger animals such as whale sharks and humpback whales leave or they are just not around, we turn our attention to other creatures in the ocean. Schools of barracuda, jacks and our beloved white-tips are still aplenty, but sometimes we also find some of the smaller ones hiding between the shells, rocks  and coral. Undoubtedly, one of our favourites is the frogfish.

These fantastic creatures, are a type of anglerfish, that can be found in tropical and subtropical waters off the coasts of Africa, Asia, Australia, North America and Central America. We are lucky enough to have resident giant frogfish here in Coiba National Park.

Frogfish have a textured exterior, and unique colors, spines and bumps that have the ability to change to match their surroundings, making them the masters in camouflage! Unlike many animals that use camouflage as a defense from predators, frogfish mostly use their abilities to attract prey. Their size is between 1/8 inch to 22 inches.

Frogfish are carnivores and also cannibals. They eat fish, crustaceans and sometimes other frogfish! Their mouth can expand to 12 times its resting size, allowing them to catch all sorts of prey, bigger than themselves. Frogfish have a modified dorsal fin that has a retractable lure resembling a shrimp, which is used to attract their prey. If their lure is eaten or damaged it can be regenerated. Using its fishing rod and lure the frogfish will dangle the bait in front of its head. An unsuspecting passerby will see the lure and become excited, swimming towards a seemingly easy meal, where it gets eaten by the frogfish. Frogfish have the fastest strike speed of any animal on earth! As their prey comes to them, frogfish move only when they sense danger or need to mate.

Because frogfish lack a swim bladder, they use their modified pectoral fins to walk, or even gallop, across the seafloor. They also walk by gulping water with its massive mouth, then forcing the water through it’s gills allowing it to move. The body moves very little as the frogfish huffs and puffs its way through the water column.

IMG_3316The female of these species lay eggs in the water and the male comes from behind to fertilize them. The abdomen of the female starts swelling as the egg absorbs water and this happens from 8 hours to several days before the laying of eggs. The male starts to approach the female two days before the spawning. The time of spawning is not known by scientists clearly, it may depend on the phase of the moon or a signal is possibly released by the female.

Once, Camilo´s sharp eyes spotted a minuscule yellow juvenile giant frog fish. No bigger that my fingernail this tiny miracle truly made our day. We managed to find it again and hope we will be able to track this little guy´s growth before it decides to leave or gets swallowed up.